WAZ: Linke sieht private Altersvorsorge durch Finanzkrise bedroht
Parteichef Ernst fordert Ausstieg aus staatlicher Riester-Förderung: "Wir brauchen ein Ausstiegszenario"
(ots) - Die Linkspartei sieht wegen der Finanzkrise die
private Altersvorsorge von Millionen Bürgern bedroht und fordert
deshalb eine radikale Kehrtwende der Politik. "Lebensversicherungen
und Pensionskassen haben Milliarden in Staatsanleihen investiert, die
jetzt wackeln", warnte Linke-Parteichef Klaus Ernst im Gespräch mit
den Zeitungen der Essener WAZ-Mediengruppe (Freitagausgaben). Die
staatliche Förderung von Riester- und Betriebsrenten müsse beendet
werden, die Bürger sollten ihre Ansprüche aus solchen Verträgen in
die gesetzliche Rentenversicherung übertragen können, forderte Ernst.
"Wir brauchen ein Ausstiegsszenario: Alle, die Geld in Betriebsrenten
oder Riesterrenten eingezahlt haben, sollten ein zeitliches
befristetes Wahlrecht bekommen, ob sie das Kapital ohne Verlust in
die gesetzliche Rentenversicherung überführen wollten". Dort würden
ihnen entsprechend Entgeltpunkte gutgeschrieben. Nach seinem Modell
würde man für die Überführung von 11.000 Euro Kapital einen
gesicherten Rentenanspruch von rund 50 Euro erhalten, der über die
Jahre steigen würde. Ernst sagte, der Weg in die private Vorsorge sei
ein Fehler gewesen. "Wer die Rente über den Finanzmarkt organisieren
will, kann auch ein Krankenhaus auf dem Ätna bauen."
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.12.2011 - 02:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 532302
Anzahl Zeichen: 1546
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Linke sieht private Altersvorsorge durch Finanzkrise bedroht
Parteichef Ernst fordert Ausstieg aus staatlicher Riester-Förderung: "Wir brauchen ein Ausstiegszenario""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...