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Lausitzer Rundschau: Grenzen des Strukturwandels

Studie zur Zukunft der ostdeutschen Braunkohlewirtschaft

ID: 515948

(ots) - Die Lausitz, das war Jahrzehnte lang
Braunkohlebergbau und Stromerzeugung. In den letzten Jahren der DDR
hieß das vor allem Raubbau ohne zügige Rekultivierung und extreme
Luftverschmutzung. Nach 1989 erlebte die Branche deshalb den ersten
drastischen, aber notwendigen Umbruch. Seit zehn Jahren hat sich die
Situation beruhigt: Ein Bruchteil der ehemaligen Mitarbeiterzahlen,
nur noch ein Drittel Fördermenge, moderne Rauchgasreinigung. Doch der
Kampf gegen den Klimawandel stellt die Braunkohlewirtschaft wieder
auf den Prüfstand. Die Kohleverstromung wird weiter zurückgehen,
ungewiss ist jedoch das Tempo. Für die Politiker in Brandenburg und
Sachsen ist das eine große Herausforderung. Denn noch immer ist die
Kohle das Rückgrat der Wirtschaft in den strukturschwachen Gebieten
zwischen Spreewald und Oberlausitz. Immer wieder wird von der
Opposition gefordert, die Landespolitik müsse für einen zügigen
Strukturwandel in der Lausitz sorgen, um von der Kohle unabhängig zu
werden. Dabei hat es an riesigen Fördersummen und fast schon
verzweifelten Versuchen diesbezüglich nicht gefehlt. Erinnert sei an
Großprojekte wie den Lausitzring und die gescheiterte
Luftschiffschmiede Cargolifter. Erfolgsgeschichten wie der
Rotorblätter-Hersteller Vestas in Lauchhammer bringen jedoch nur
einige Hundert Jobs und nicht Tausende, die in der Kohle auf dem
Spiel stehen. Wenn es um Industrieansiedlungen geht, dann konkurriert
die Region heute nicht mit anderen Bundesländern in Deutschland,
sondern mindestens mit Europa. Überzogene Erwartungen an die Politik
helfen da nicht weiter. Noch ist die Energiewende mit vielen
Unwägbarkeiten belastet. Doch jeder neue Arbeitsplatz außerhalb der
Braunkohlewirtschaft hilft der Region, sich wirtschaftlich stabiler
aufzustellen. Deshalb muss die Landespolitik in Brandenburg und
Sachsen sich für die Lausitz ins Zeug legen und darf sich nicht nur




auf die Kohlebranche verlassen. Wenn die Braunkohleverstromung jedoch
schnell zurückgefahren würde, dann wird niemand diesen Jobverlust
wirklich ausgleichen können. Den Menschen anders zu versprechen, wäre
unredlich. Auch in der Oppositionsrolle.



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Datum: 08.11.2011 - 20:13 Uhr
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