PresseKat - Ganztagsschulen tragen zur Bildungsgerechtigkeit bei

Ganztagsschulen tragen zur Bildungsgerechtigkeit bei

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Ganztagsschulen tragen zur Bildungsgerechtigkeit bei

(pressrelations) - rkenntnisse der Bildungsforschung und Erfahrungen aus der Schulpraxis werden am 4. und 5. November auf dem 8. Ganztagsschulkongress in Berlin diskutiert

Mit dem Ausbau der Ganztagsschulen hat sich nicht nur die Schullandschaft grundlegend gewandelt: Durch die lĂ€ngeren Betreuungszeiten Ă€ndern sich der Alltag von SchĂŒlern und ihren Eltern und die Arbeit der Schulen selbst. "Ganztagsschule verĂ€ndert!" lautet deshalb das Motto des 8. Ganztagsschulkongresses, der heute in Berlin beginnt.

Cornelia Quennet-Thielen, StaatssekretĂ€rin im Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung und Dr. Bernd Althusmann, der PrĂ€sident der Kultusministerkonferenz eröffneten heute den zweitĂ€gigen Kongress, der jĂ€hrlich 1.300 Schulleiter, Entscheider aus Politik und Verwaltung, Wissenschaftler und Partner von Schulen aus ganz Deutschland anzieht. Er wird vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung (BMBF) und der StĂ€ndigen Konferenz der Kultusminister der LĂ€nder (KMK) in Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung organisiert.

"Ganztagsschulen tragen dazu bei, das Bildungssystem in Deutschland leistungsfĂ€higer und gerechter zu machen", so die StaatssekretĂ€rin im Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, mit Blick auf die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (STEG). Neue Ergebnisse dieser Studie werden auf dem Kongress vorgestellt. Demnach fĂŒhren beispielsweise Sport- und Musikkurse, die nachmittags an Ganztagsschulen stattfinden, nicht dazu, dass Kinder und Jugendliche weniger an außerschulischen Angeboten teilnehmen. Anders als von manchen befĂŒrchtet, leiden Sportvereine oder Musikschulen nicht unter dem Ausbau der Ganztagsschule.
Der PrĂ€sident der Kultusministerkonferenz und NiedersĂ€chsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann erklĂ€rte: "Die Ganztagsschule ist deutschlandweit zu einem Erfolgsmodell geworden. Sie steht fĂŒr die Gestaltung von Schule als Lern- und Lebensort - fĂŒr eine Schule, die sich an den individuellen BedĂŒrfnissen und Kompetenzen von SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern orientiert. Die Weiterentwicklung der Ganztagsschulen ist uns wichtig. Deshalb erarbeitet die Kultusministerkonferenz derzeit eine Empfehlung ,QualitĂ€t von Ganztagsschulen'. Sie soll Rahmenbedingungen des Gelingens von Ganztagsschulen festlegen und sich dabei an den Maßgaben fĂŒr SchulqualitĂ€t orientieren, die in vielen LĂ€ndern bereits vorhanden sind."





Dr. Heike Kahl, die GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, sagte zur Rolle von Ganztagsschulen im deutschen Bildungssystem:
"Wenn Deutschland zur Bildungsrepublik werden will, brauchen wir Ganztagsschulen und ihre innovativen Lern- und Lehrformen. Die Erfahrungen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung zeigen aber, dass alle VerĂ€nderungen nicht ausreichen, wenn die BeharrungskrĂ€fte im System ĂŒberwiegen. Wenn Deutschland zu einer Bildungsrepublik werden will, mĂŒssen die guten Ganztagsschulen zum Vorbild werden, in denen es gelingt, die Trennung von Bildungs- und Sozialarbeit aufzuheben."
Ganztagsschulen können Kinder und Jugendliche besser und individueller fördern - unabhĂ€ngig von ihrem sozialen Hintergrund. Eltern ermöglicht sie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Doch lĂ€ngere Öffnungszeiten machen aus einer Schule noch keine gute Ganztagsschule. Die 2010 erschienene Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG) kommt zu dem Schluss: Ganztagsschule kann das Sozialverhalten, die Motivation und die Schulleistungen von SchĂŒlern verbessern, aber nur, wenn die QualitĂ€t der Angebote stimmt.

Schulen mĂŒssen sich weiterentwickeln, wenn sie ihre SchĂŒler bestmöglich und zeitgemĂ€ĂŸ fördern wollen. Das fordert von Schulleitungen ein anderes Zeit- und Personalmanagement. Zu Gast beim Ganztagsschulkongress sind in diesem Jahr neben PĂ€dagogen und internationalen Wissenschaftlern deshalb auch Unternehmensberater und Manager, die zum Thema "Was kann Schule von der Wirtschaft lernen?" sprechen. In den 40 Workshops, VortrĂ€gen und Diskussionsrunden geht es um ganz unterschiedliche VerĂ€nderungen an Schulen - wie Schulfusionen, gerechtere Bildungschancen und ein neues VerstĂ€ndnis von Lernen und Lehren.
An der Konferenz nehmen auch SchĂŒlerinnen und SchĂŒler teil. Mehr als 30 Schulen aus ganz Deutschland zeigen in der Kongressausstellung und in Workshops, wie innovativ und kreativ sie ihre Schulen verĂ€ndert haben. Die HauptvortrĂ€ge des Kongresses sind als Livestream auf http://www.ganztagsschulen.org/zu sehen.

Der Kongress gehört zum bundesweiten Schulentwicklungsprogramm Ideen fĂŒr mehr! GanztĂ€gig lernen., das vom Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung und dem EuropĂ€ischen Sozialfonds gefördert wird. Es dient der Beratung und Begleitung von Ganztagsschulen.
Das detaillierte Kongressprogramm und weitere Informationen finden Sie unter: http://www.ganztaegig-lernen.de/


Pressekontakt Deutsche Kinder- und Jugendstiftung
Kathleen Fietz, Tempelhofer Ufer 11, 10963 Berlin, Tel.: 0172 - 3991271
kathleen.fietz(at)dkjs.de
http://www.dkjs.de
www.ganztaegig-lernen.de

Pressekontakt Bundesministerium fĂŒr Bildung und Forschung
Katharina Koufen, Hannoversche Straße 28-30, 10115 Berlin, Tel.: 030 -18 57 50 51
katharina.koufen(at)bmbf.bund.de
http://www.bmbf.de

Pressekontakt Kultusministerkonferenz
Sylvia Schill, Taubenstraße 10, 10117 Berlin, Tel.: 030 - 25 41 84 01
sylvia.schill(at)kmk.org
http://www.kmk.org/

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Datum: 04.11.2011 - 14:30 Uhr
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