Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Steuerabkommen mit der Schweiz
(ots) - Völlig inakzeptabel ist das Steuerabkommen mit der
Schweiz, das nur der Bundesrat noch stoppen kann. Danach wird allen
Schwarzgeld-Schmugglern gegen Zahlung einer Pauschalsteuer
Straffreiheit zugesichert. Ihre Anonymität bleibt gewahrt, der
Aufkauf von Steuer-CDs künftig untersagt. Im Klartext heißt das: Der
deutsche Staat lässt sich gegen ein paar wenige Milliarden Euro das
hoheitliche Handeln seiner Finanzbehörden abkaufen. Kritiker sprechen
von Strafvereitelung im Staatsauftrag. Früher nannte man das schlicht
Ablasshandel. Der exklusive Sündenerlass zementiert zudem das
Zweiklassenrecht im Steuerwesen. Während Arbeitnehmern die Steuer
automatisch vom Lohn abgezogen wird und Gewerbetreibende möglichen
Betriebsprüfungen ausgeliefert sind, verlässt sich der Staat hier auf
das Wohlwollen der Schweiz. Einem Staat, der nicht nur Schutzreservat
für Steinbock und Luchs, sondern auch für Steuerflüchtlinge ist.
Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder(at)ostsee-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.10.2011 - 18:35 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 500131
Anzahl Zeichen: 1182
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Es hat gedauert, bis CSU-Größen gegenüber
Christian Wulffs neuem Islam-Realismus in Deutschland Front machten.
Doch nun überholt der CSU-Chef, der eigentlich nicht als Scharfmacher
bekannt ist, selbst den grandiosen Abstammungs-Theoretiker Thil ...
Oberhalb der Tischkante wird gelächelt, unterhalb
tritt man sich vors Schienbein. Zwischen Polen und Deutschland tobt
gegenwärtig ein Streit um die jeweils nationale Gasversorgung, den
die Diplomaten nur mit Mühe unter der Decke halten können. ...
Über die Motive des Ministers darf gerätselt
werden. Sollte es der Versuch gewesen sein, die Liberalen beim DGB
wieder salonfähig zu machen, ist dieser gründlich fehlgeschlagen. Zu
tief ist der Riss nach den jahrelangen Auseinandersetzungen um ...