WAZ: Drei Kämpferinnen - Kommentar von Christopher Onkelbach
(ots) - Erstmals in der Geschichte des Friedensnobelpreises
wurden drei Frauen zugleich geehrt. Es ist eine gute, eine weise
Entscheidung. Und sie zeigt erneut, dass das Preiskomitee die
Verleihung bewusst als politisches Signal an die Welt versteht. Im
letzten Jahr, wir erinnern uns, erhielt der chinesische
Regimekritiker Liu Xiaobo die hohe Ehrung. Klug verzichtete das
Komitee diesmal darauf, einen prominenten Vorkämpfer auszuzeichnen,
wie etwa Barack Obama im Jahr 2009. Es stellt jene ins Licht der
Weltöffentlichkeit, die kaum wahrgenommen werden, die oft hinter
Kerkermauern verschwinden. Der Friedenspreis für die drei Frauen gilt
indirekt auch den Revolutionären des arabischen Frühlings. Die Ära
der arabischen Diktatoren ist vorbei, sagte Tawakkol Karman, die der
Revolte im Jemen ihr Gesicht lieh. Sie streitet gewaltlos für
Meinungsfreiheit, Demokratie und Menschenrechte - und saß dafür im
Gefängnis. Dass sie zugleich eine gläubige Muslimin ist, scheint aus
unserer Sicht ein Widerspruch zu sein. Doch womöglich ist der
westliche Blick auf die Probleme der arabischen Länder religiös
verengt. Karmans Kampf zeigt, so darf man hoffen, dass der Islam ein
Teil der Lösung sein kann.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.10.2011 - 19:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 495456
Anzahl Zeichen: 1492
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Drei Kämpferinnen - Kommentar von Christopher Onkelbach"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...