(ots) - Das klingt nach Abschied, riecht und schmeckt
nach Abschied, fühlt sich wie ein endgültiger Abschied an. "Es war
eine gute Zeit", sagt Dirk Nowitzki - und seinen Fans wird's ganz
schwer ums Herz. Es ehrt den Superstar und zeugt einmal mehr von
seinem tadellosen Sportsgeist, dass er sich allein die Schuld am
EM-Aus aufbürdet. Doch es geht an der Sache vorbei. Auch ein
"Dirkules" kann nicht alles schultern. Die lange NBA-Saison forderte
ihren Tribut, und ohne einen Nowitzki in Topform fehlt dem deutschen
Basketball schlicht die internationale Konkurrenzfähigkeit. Das ist
die Lehre aus Litauen. Die Trauer über einen möglichen Rücktritt des
sympathischen Würzburgers aus dem Nationalteam verstellt den Blick
auf einen weiteren Aderlass. Die Olympischen Spiele gehen im nächsten
Jahr ohne deutsche Basketballer und Fußballer beiderlei Geschlechts
über die Bühne. Vier von zwölf Ballsport-Teams haben das
London-Ticket schon verpasst. Für die Handballer und Volleyballer
sieht es ebenfalls alles andere als rosig aus. Eine alarmierende
Entwicklung. Michael Vesper, der Generaldirektor des Deutschen
Olympischen Sportbundes (DOSB), lehnt es zwar noch ab, von einem
Negativtrend zu sprechen. Aber dem deutschen Sport droht zweifelsohne
ein Imageverlust auf internationalem Parkett.
Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten(at)mittelbayerische.de