(ots) - Drängende Themen
Mit den Themen Integration und Fremdheit sowie der Stückauswahl
hat die Tanztheater-International-Leiterin Christiane Winter den
Anspruch des Festivals wieder bekräftigt, kritisch an drängenden
Zeitfragen dranzubleiben.
Im Alltag lebt das die Tanzszene ohnehin vor: Immer wieder in
einer anderen Stadt, einem neuen Land ankommen, fremd sein, sich in
einem Ensemble zu integrieren, an eine andere Arbeitsweise zu
gewöhnen gehört zum Beruf eines Tänzers und Choreografen.
Grenzüberschreitende, finanzielle, Kooperationen ebenfalls. Nicht
zuletzt sind viele der aktuellen Stars der Szene, wie der
britisch-indische Choreograf Akram Khan oder der
flämisch-marokkanische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui, international
erfolgreich, weil sie auch künstlerisch aus der Quelle eigener
Erfahrungen zwischen unterschiedlichen Kulturen schöpfen können.
Körper können nicht lügen. Diese Tanzkunst passt gut in die Zeit,
weil sie einen anderen Weg, einen emotionalen, aufzeigt, um Stellung
zu Fragen des kulturellen Austauschs zu beziehen.
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