Ostsee-Zeitung: Kommentar zu Westerwelle
(ots) - Egal, was Guido Westerwelle noch tut oder lässt:
Er wird in der Politik auf keinen grünen Zweig mehr kommen. Die
Öffentlichkeit ist seiner überdrüssig, seine Partei empfindet ihn nur
noch als Ballast. Als Außenminister hätte sich Westerwelle neu
erfinden müssen. Doch er ist ganz der Alte geblieben: laut, schrill,
rechthaberisch. Für einen Oppositionspolitiker sind das überaus
nützliche Qualitäten. Für einen Staatsmann und Chefdiplomaten genau
die falschen. Als Westerwelle versuchte umzuschalten, war es längst
zu spät. Und das Rechthaberische hat er sich gar nicht abgewöhnen
können. Jetzt ist er unten durch und wird als größte Fehlbesetzung
aller Zeiten geschmäht. Der Außenminister hat jetzt nur noch eine
Aufgabe. Er muss als Sündenbock für die absehbaren Niederlagen der
FDP bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin herhalten.
Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder(at)ostsee-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.08.2011 - 18:18 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 469682
Anzahl Zeichen: 1109
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Es hat gedauert, bis CSU-Größen gegenüber
Christian Wulffs neuem Islam-Realismus in Deutschland Front machten.
Doch nun überholt der CSU-Chef, der eigentlich nicht als Scharfmacher
bekannt ist, selbst den grandiosen Abstammungs-Theoretiker Thil ...
Oberhalb der Tischkante wird gelächelt, unterhalb
tritt man sich vors Schienbein. Zwischen Polen und Deutschland tobt
gegenwärtig ein Streit um die jeweils nationale Gasversorgung, den
die Diplomaten nur mit Mühe unter der Decke halten können. ...
Über die Motive des Ministers darf gerätselt
werden. Sollte es der Versuch gewesen sein, die Liberalen beim DGB
wieder salonfähig zu machen, ist dieser gründlich fehlgeschlagen. Zu
tief ist der Riss nach den jahrelangen Auseinandersetzungen um ...