(ots) - Diese 98. Tour de France wird in die
Geschichtsbücher eingehen - und das aus mehreren und ausnahmsweise
erfreulichen Gründen. Zwar gab es auch diesmal einen Dopingfall
(Alexander Kolobnew), aber für die Schlagzeilen sorgten andere. Da
wäre der wie ein Löwe kämpfende Thomas Voeckler, der sein Gelbes
Trikot neun Tage verteidigte. Erst am letzten Berg der Tour musste
der Franzose die Favoriten ziehen lassen. Hinauf nach Alpe d'Huez
übernahmen am Freitag andere das Kommando. Titelverteidiger Alberto
Contador riskierte hier zwar noch einmal alles, aber den Gesamtsieg
machen diesmal wohl andere unter sich aus. Die Entscheidung fällt -
wie so häufig - im abschließenden Einzelzeitfahren, einen Tag vor dem
Ende der Tour am Sonntag in Paris. Hier hat Cadel Evans die besten
Karten. Der Rückstand des Australiers auf die führenden
Schleck-Brüder beträgt nicht einmal eine Minute und er ist der
wesentlich bessere Zeitfahrer. Doch egal, wer am Sonntag das "maillot
jaune" nach Paris tragen wird, für den Radsport war die Tour 2011 mit
ihren packenden Duellen (vor allem in den Alpen) ein Glücksfall, denn
endlich stand wieder der Sport im Mittelpunkt. Der Dopingverdacht
fährt jedoch im Peloton immer mit.
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