PresseKat - Seehofers Ideen zur Pkw-Maut / Sommertheater auf Stammtischniveau / ADAC: nichts als verkehrspolitis

Seehofers Ideen zur Pkw-Maut / Sommertheater auf Stammtischniveau / ADAC: nichts als verkehrspolitischer Unsinn

ID: 443366

(ots) - Dem erneuten Vorstoß des bayerischen
Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer zur
Einführung einer Vignette oder einer Pkw-Maut in Deutschland erteilt
der ADAC eine klare Absage. "Es ist schon bezeichnend, wie Herr
Seehofer wesentliche verkehrspolitische Fakten ignoriert", sagt ADAC
Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. "Ganz offensichtlich
geht es dem Ministerpräsidenten nur darum, während des Sommerlochs
die Hoheit über die Stammtische zurückzugewinnen." Insbesondere der
Vorschlag Seehofers, zunächst nur ausländische Pkw-Fahrer abkassieren
zu wollen, zeugt laut ADAC von wenig Kenntnis der Rechtslage in der
EU und ist daher reiner Populismus.

Nach Berechnungen des Automobilclubs würden allein die
Verwaltungskosten der Pkw-Maut ein Fünftel der Einnahmen
verschlingen. Die Kosten für die Überwachung sind dabei noch gar
nicht berücksichtigt. Nicht einmal ansatzweise könnten die Einnahmen,
die von ausländischen Pkw-Fahrern zu erzielen wären, die Kosten für
eine Straßenbenutzungsgebühr ausgleichen. Laut ADAC beträgt der
Anteil ausländischer Autofahrer am Pkw-Verkehr auf Autobahnen
lediglich fünf Prozent.

Auch Seehofers Idee, den Betrag für eine Vignette den deutschen
Autofahrern über eine Absenkung der Kfz-Steuer quasi gut zu
schreiben, ist unglaubwürdig und unrealistisch. "Warum sollte eine
ökologisch sinnvolle Abgabe wie die Kfz-Steuer zugunsten eines reinen
Abkassiermodells gestrichen werden? Das ergibt doch keinen Sinn", so
Becker. "Letztlich geht es nur darum, die Autofahrer weiter
abzukassieren. Bei diesem durchsichtigen Spiel macht der ADAC nicht
mit."

Viele Fahrzeughalter müssen im Übrigen für ihren Pkw längst
weniger als 100 Euro Kfz-Steuer pro Jahr bezahlen. Sie würden bei
einer Vignette, die laut Seehofer 100 Euro kosten könnte, zusätzlich




bestraft. Nicht zuletzt befürchtet der ADAC auch einen Anstieg der
Unfälle mit Getöteten und Verletzten, weil viele Autofahrer von den
Autobahnen auf die wesentlich unsichereren Landstraßen abwandern
würden.



Pressekontakt:
ADAC-Öffentlichkeitsarbeit
Externe Kommunikation
Andreas Hölzel
Tel.: +49 (0)89 7676 5387
E-Mail: andreas.hoelzel(at)adac.de


Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  iTAC.MES.Suite gewinnt Traditionsunternehmen Robert Seuffer GmbH&Co.KG als Neukunden Zeitgemäße Mobilität im Alltag: Mitfahrzentrale trifft Social Network / flinc vermittelt spontane Mitfahrgelegenheiten vollautomatisch über PC, App und integriert im Navigationssystem
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.07.2011 - 13:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 443366
Anzahl Zeichen: 2478

Kontakt-Informationen:
Stadt:

München



Kategorie:

Auto & Verkehr



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Seehofers Ideen zur Pkw-Maut / Sommertheater auf Stammtischniveau / ADAC: nichts als verkehrspolitischer Unsinn"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

ADAC (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Der Liebling unter allen Verkehrsmitteln ...

Ganze 74 Prozent der Frauen sprechen von Liebe, wenn es um ihr eigenes Auto geht. 62 Prozent der Befragten lassen ungern jemand anderen ans Steuer. 8 von 10 Deutschen sind glücklich mit ihrem Wagen: Das sind die Zahlen einer aktuellen Umfrage des Ma ...

ADAC Fahrsicherheits-Training ...

Wie lange darf der Überholweg sein und wie viele Meter sollte der Sicherheitsabstand zum Vordermann betragen? Das Wissen zum Thema Fahrsicherheit können Verkehrsteilnehmer anhand eines Tests auf der Dialog-Plattform ADAC move herausfinden. Denn ...

Alle Meldungen von ADAC