(ots) - Keine Blume wie jede andere: Die Sonnenblume
erfreut gleichermaßen Gärtner, Köche, Knabberfreunde und Industrie
Auf den ersten Blick scheint die Sonnenblume eine Blume wie jede
andere zu sein, doch die beliebte und farbenfrohe Sommerpflanze hat
weit mehr zu bieten. Ihre Samen werden nicht nur vielfach für die
Ernährung genutzt, sondern auch beispielsweise als Öl in der
Industrie. Die Zeitschrift Daheim in Deutschland widmet sich in der
August/September-Ausgabe ausführlich der Pflanze und erklärt dabei
unter anderem, warum sie stets dem Lauf der Sonne folgen kann.
Was viele nicht wissen: Wie Tomate, Kartoffel und Dahlie stammt
auch die Sonnenblume aus Amerika und kam mit den spanischen Eroberern
im 16. Jahrhundert nach Europa. Die Wurzeln gehen noch weiter zurück,
schon den Azteken galt die Sonnenblume als Opfergabe für ihren
Sonnengott.
Sonnenblumen sind regelrechte Sonnenanbeterinnen, weil sie ihre
jungen Blütenköpfe zur Sonne hin ausrichten, vom Osten am Morgen bis
zum Westen am Abend. In der Nacht drehen sie sich auf Position Ost
zurück. Diese Fähigkeit, in Wachstum und Bewegung der Sonne zu
folgen, nennen Wissenschaftler Heliotropismus.
Verantwortlich dafür sind sogenannte Motorzellen unterhalb der
Blüte. Sie dehnen sich auf der Schattenseite stärker aus - die junge
Blüte dreht sich somit - und nehmen nachts wieder ihre Originalgröße
ein. Im Französischen wird die Sonnenblume aufgrund dieser Fähigkeit
deshalb Tournesol genannt, im Italienischen trägt sie den Namen
Girasole - auf Deutsch: die sich zur Sonne dreht.
Die langen, gelben Zungenblüten am Rand der Sonnenblume dienen vor
allem dazu, Insekten anzulocken. Die kleinen braunen Röhrenblüten in
der Mitte bilden nach der Befruchtung die Samen aus, die man im
September ernten und im nächsten Frühjahr wieder aussäen kann. Immer
mehr Menschen nutzen die Kerne in der schwarzen Schale mit den weißen
Sprenkeln auch zum Knabbern, als Zugabe zu Müsli oder Broten, weil
sie wertvolle Eiweiße und Vitamine enthalten.
Aus den Sonnenblumenkernen wird auch das für den menschlichen
Körper wertvolle Sonnenblumenöl hergestellt. Es zeichnet sich durch
den hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren
aus, die der menschliche Körper dringend benötigt, aber nicht selber
herstellen kann. In vielen Haushalten und Küchen gehört
Sonnenblumenöl deshalb längst zur Standardausstattung: Es schmeckt im
Salat, eignet sich zum Kochen und wird als Margarine gerne zum
Backen verwendet.
Darüber hinaus wird es raffiniert und für technische Zwecke
eingesetzt, z. B. in Farben und Kosmetika. Und weil die Sonnenblume
die Fähigkeit besitzt, der Erde Schadstoffe zu entziehen, wird sie
auch zur Entgiftung von Böden angepflanzt.
Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gerne
zur Verfügung. Die Zeitschrift Daheim in Deutschland (Ausgabe
August/September) ist ab Montag, 18. Juli, am Kiosk erhältlich.
Daheim in Deutschland ist der zweite Zeitschriftentitel von Reader's
Digest.
Artikel aus der August/September-Ausgabe zum Download:
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