(ots) - Immer mehr Menschen leiden an
Autoimmunerkrankungen. Besonders oft trifft es junge Frauen.
Beispiele sind der Lupus erythematodes ("Wolfsröte"), rheumatische
Erkrankungen, Darmleiden wie Colitis ulcerosa und Morbus Crohn oder
die Hashimoto-Thyreoiditis (eine Schilddrüsen-Entzündung). Bei all
den Formen greift das Immunsystem Organe des eigenen Körpers an -
warum wissen die Ärzte nach wie vor nicht. "Manche Umweltgifte und
Substanzen wie Quecksilber stehen im Verdacht", sagt Dr. med. Jörn
Klasen, Leiter des Zentrums für individuelle Ganzheitsmedizin der
Asklepios-Kliniken Hamburg, im Apothekenmagazin "BABY und Familie".
Weil junge Frauen bei vielen dieser Erkrankungen überzufällig häufig
betroffen sind, wird ein Zusammenhang mit dem Hormon Östrogen
vermutet, das Immunvorgänge im Körper steuert. Es bremst etwa bei
einer Schwangerschaft das Abwehrsystem, damit der mütterliche
Organismus das Kind toleriert. Die meisten Autoimmunerkrankungen
lassen sich heute behandeln, aber für die Betroffenen bedeuten sie
gelegentlich eine erhebliche Einschränkung ihrer Lebensqualität.
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