Rheinische Post: SPD hält Nicht-Beteiligung des Bundesrats bei Atomausstieg für rechtlich fragwürdig und fordert Mieterschutzprogramm bei Energiewende
(ots) - Die SPD zweifelt an der Verfassungsmäßigkeit
einer Umgehung des Bundesrats beim Atomausstieg. "Das ist
verfassungspolitisch äußerst fragwürdig, die Gesetze zur Energiewende
am Bundesrat vorbeizuschleusen", sagte der parlamentarische
Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, der in
Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Samstagausgabe). "Hier
werden eindeutig Interessen der Länder berührt, etwa beim Netzausbau.
Das Verhalten der Bundeskanzlerin zeigt, dass sie an einem Konsens
offenbar nicht wirklich interessiert ist", so Oppermann. Der
SPD-Politiker betonte, dass die SPD ihre Zustimmung zu einem
Energiekonsens weiter an zentrale Bedingungen knüpfe. "Die Altmeiler
und Krümmel müssen abgeschaltet bleiben. Der Strom muss für
Verbraucher und Unternehmen bezahlbar bleiben. Die verschärften
Sicherheitsstandards müssen wieder in Kraft treten, die Erneuerbaren
Energien müssen kraftvoll gefördert und eine ergebnisoffene
Endlagersuche angestrebt werden." Erst wenn diese Punkte
"befriedigend geregelt" würden, sei eine Zustimmung der SPD nicht
ausgeschlossen, betonte der SPD-Politiker. Gleichzeitig forderte
Oppermann finanzielle Unterstützung für Mieter, deren Wohnungen
energetisch saniert würden. "Wir brauchen ein Mieterschutzprogramm
vor allem in sozial schwachen Gebieten, etwa in nicht saniertem
Geschosswohnungsbau. Die Kosten der Gebäudesanierung dürfen nicht
einseitig auf diese Mieter abgewälzt werden."
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2303
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.05.2011 - 00:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 414976
Anzahl Zeichen: 1741
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: SPD hält Nicht-Beteiligung des Bundesrats bei Atomausstieg für rechtlich fragwürdig und fordert Mieterschutzprogramm bei Energiewende"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...