Wiesbaden. Gwl Drei Wochen vor der hessischen Landtagswahl erhält CDU-Spitzenkandidat und Landesvater Roland Koch zweifelhafte Schützenhilfe von rechts außen. NPD-Gemeinderätin Doris Zutt sicherte ihm die Unterstützung ihrer Partei zu.
(firmenpresse) - „Kochs Äußerungen der letzten Tage geben Grund zur Hoffnung, dass die bürgerliche Mitte die Deutschen nicht vergessen hat“, sagte die gelernte Altenpflegerin und Kandidatin für das Frankfurter Oberbürgermeisteramt bei einem ihrer seltenen öffentlichen Auftritte am gestrigen Donnerstag.
Die Äußerung bringt Koch in Bedrängnis. Die Alleinregierung der CDU ist in Gefahr. Mit seinem Vorstoß, strafrechtlich härter gegen kriminelle ausländische Jugendliche vorgehen zu wollen, wollte er gegen die SPD punkten und seinen schmelzenden Vorsprung wieder vergrößern. Die Sozialdemokraten konnten die Mindestlohn-Debatte bisher für sich nutzen. Nun ist Koch nicht nur der Kritik der etablierten Parteien und der Kirchen ausgesetzt. Er muss auch den Vorwurf des rechten Populismus abschütteln, wenn er die CDU zu deutlichen Mehrheitsverhältnissen führen will.
Die NPD spielte schon einmal Zünglein an der Wage für die CDU. Im Gemeinderat von Ehringhausen konnte sie 2001 die Mehrheitsverhältnisse aktiv mitgestalten. Die 15 Sitze der SPD standen 14 Sitzen der CDU und freien Wähler gegenüber. Mit den Stimmen der NPD wurde der Bürgermeisterkandidat der CDU in sein Amt gewählt. Doris Zutt erhielt dafür den Vorsitz des Umweltausschusses. Gwl
Peer Gutwill
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