Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Filmfestspiele in Cannes:
(ots) - An den Kosten deutscher Kinofilme waren 2008 die
Fernsehsender mit 14 Prozent beteiligt. Zwei Jahre später hat das
Fernsehen seinen Beitrag halbiert. Weil die Sender dem Kino aber
überhaupt noch Geld geben, wollen sie von einem Thema reden, von dem
sie keine Ahnung haben: von Kunst. Was das mit Cannes zu tun hat?
Nun: Man reist nicht an die Côte d'Azur, um Fernsehen zu gucken. Dort
will man sehen, wie ein Klasseregisseur dem Erzählstoff seinen
Stempel aufdrückt, wie er der Handlung und den Bildern ihr
unverwechselbares Gepräge gibt. Fernsehen hingegen muss
massenkompatibel sein. Kunst stört da nur. Beispiel gefällig? 2010
holte Michael Hanekes »Weißes Band« die Goldene Palme für Österreich.
Ein Film, so individuell wie sein unabhängiger Macher. Ein Jahr zuvor
warf das deutsche Fernsehen Volker Schlöndorff hinaus, weil der die
Verwertungsrechte der Sender kritisiert hatte, und setzte den
Allerweltsfilmer Sönke Wortmann für »Die Päpstin« auf den Regiestuhl.
Resultat: fader Historienbrei. Besseres hat Deutschland nicht zu
bieten. Zu wenig für Cannes.
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Andreas Kolesch
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Datum: 10.05.2011 - 20:45 Uhr
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