Ostsee-Zeitung: Kommentar zum Fall Sarrazin
(ots) - Sarrazin habe seine umstrittenen Äußerungen über
Intelligenz und Gebärverhalten von muslimischen Zuwanderern
klargestellt, relativiert und sich auch distanziert, behauptet die
Parteisekretärin. Tatsächlich nimmt der in Ungnade gefallene Sarrazin
nichts zurück. Er bedauert lediglich, dass Andere ihn missverstanden
haben, dass er sein eigentliches Anliegen, das Aufzeigen
schwerwiegender Defizite bei der Integration, vielleicht nicht
deutlich genug gemacht habe. Distanzieren klingt anders.
Verständlich, dass sich die Sarrazin-Gegner in der SPD verschaukelt
fühlen. Vollmundig hatte Parteichef Sigmar Gabriel im vergangenen
Jahr erklärt, einen Möchtegern-Darwin wie den bekennenden Provokateur
Sarrazin könne die SPD in ihren Reihen nicht dulden. Jetzt wurde
nicht einmal der Versuch gemacht, sich von ihm zu trennen.
Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Jan-Peter Schröder
Telefon: +49 (0381) 365-439
jan-peter.schroeder(at)ostsee-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.04.2011 - 18:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 393727
Anzahl Zeichen: 1080
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Es hat gedauert, bis CSU-Größen gegenüber
Christian Wulffs neuem Islam-Realismus in Deutschland Front machten.
Doch nun überholt der CSU-Chef, der eigentlich nicht als Scharfmacher
bekannt ist, selbst den grandiosen Abstammungs-Theoretiker Thil ...
Oberhalb der Tischkante wird gelächelt, unterhalb
tritt man sich vors Schienbein. Zwischen Polen und Deutschland tobt
gegenwärtig ein Streit um die jeweils nationale Gasversorgung, den
die Diplomaten nur mit Mühe unter der Decke halten können. ...
Über die Motive des Ministers darf gerätselt
werden. Sollte es der Versuch gewesen sein, die Liberalen beim DGB
wieder salonfähig zu machen, ist dieser gründlich fehlgeschlagen. Zu
tief ist der Riss nach den jahrelangen Auseinandersetzungen um ...