PresseKat - Neues Deutschland: Zur Situation in Lybien

Neues Deutschland: Zur Situation in Lybien

ID: 392721

(ots) - Täglich berichten Frontkorrespondenten von toten
und verwundeten Zivilisten in Misrata. Der Name der Stadt wird zum
Inbegriff für das Leiden und Sterben im libyschen Bürgerkrieg. Schon
wird Misrata mit Sarajevo verglichen. Nicht ganz zu Unrecht. Auch in
der bosnischen Hauptstadt waren Zivilisten ins Kreuzfeuer der
Bürgerkriegsparteien geraten - und wurden faktisch zu deren Geiseln.
Auch in Sarajevo wurden die Opfer ausschließlich der einen Seite
zugeschrieben. In Misrata kommen sie angeblich alle aufs Konto der
Gaddafi-Krieger. Als kosteten NATO-Bombardements und das Feuer der
Aufständischen, die als Bewaffnete nicht mehr Zivilisten sind, keine
Menschenleben. Wollte die »Koalition der Willigen« das Elend Misratas
wirklich beenden, müsste sie sich zuerst und vor allem energisch um
einen Waffenstillstand und um einen Friedensdialog bemühen.
Stattdessen schicken die USA Kampfdrohnen. Großbritannien, Frankreich
und Italien entsenden »Berater«, und Waffennachschub ist nach
Aussagen der Rebellenführung in Bengasi auch vereinbart. So wird der
Krieg angeheizt und das Leiden Misratas wird verlängert. Den Rebellen
wird das Anlass sein, weiter jeden Dialog abzulehnen und noch mehr
NATO-Unterstützung zu fordern. US-Senator John McCain nennt sie
übrigens »Helden«. Ob er sich noch daran erinnert, dass der
Vietnamkrieg, der für ihn als Gefangener in »Hilton Hanoi« endete,
mit der Entsendung von USA-»Beratern« begann?



Pressekontakt:
Neues Deutschland
Redaktion

Telefon: 030/2978-1715




Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.04.2011 - 17:27 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 392721
Anzahl Zeichen: 1701

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neues Deutschland: Zur Situation in Lybien"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Neues Deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Neues Deutschland: Hunger mit System ...

Jeder siebte Mensch hungert - 925 Millionen laut dem neuesten Welthunger-Index. Die globale Hungerbekämpfung kommt allen Appellen und Welternährungsgipfeln zum Trotz nicht voran. Das hat systemische Gründe: die von der Weltbank und dem Internat ...

Neues Deutschland: Zur Jahrestagung des IWF ...

Kommt es zum allseits befürchteten Währungskrieg oder nicht? Jene Frage überschattete die Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank. Eine Antwort vom Washingtoner Treffen zu erwarten, wäre indes vermessen gewesen. ...

Neues Deutschland: Was Deutschland fehlt ...

D ie von der FDP so lautstark propagierte Lockerung der Zuverdienstregelungen für Hartz-IV-Bezieher ist gar keine. Denn ein Großteil der 1,4 Millionen Aufstocker wird leer ausgehen. So sehen die neuen Regelungen vor, dass nur diejenige ...

Alle Meldungen von Neues Deutschland