PresseKat - Im Laufschritt durch die Wüste für ein vergessenes Volk

Im Laufschritt durch die Wüste für ein vergessenes Volk

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Die TQU GROUP unterstützt ein Schulprojekt der UNO-Flüchtlingshilfe in der West-Sahara - Antonio D’Ippolito läuft als zweitbester Deutscher durchs Ziel.

(firmenpresse) - Boston, Berlin und Barcelona hat Antonio D’Ippolito einen Laufpass gegeben. Lieber schickte er sich in die arabische Wüste und rannte - aller Reisewarnungen des Auswärtigen Amts zum Trotz - bei sengender Hitze über Stock, Stein und Sanddünen, um beim 11. Sahara-Marathon das Nützliche mit dem Anstrengenden zu verbinden. Mit Erfolg: Der 48-Jährige Ulmer kam als zweitbester Deutscher ins Ziel und versorgte Kinder des Flüchtlingsorts Smara nebenbei noch mit dringend benötigten Schulsachen. Unterstützt wurde der Benefizläufer von der TQU GROUP und den Stadtwerken Ulm.
Es gibt angenehmere Marathon-Terrains, als in der Westsahara zwischen dem Flüchtlingslager El Ayoun und Smara: Flirrende Luft, betonharter, mit Steinen übersäter Boden, gefolgt von Dünen, deren staubfeiner Flugsand in jede Ritze kriecht, nebst 45 Grad im Schatten - wenn es denn einen gäbe. Inmitten dieser lebensfeindlichen Umgebung kämpft sich ein einsamer Läufer durch die karge Landschaft, nur begleitet von stattlichen Blasen an den Füßen und dem unerschütterlichen Willen, das Ziel zu erreichen. Gelegentlich hinter Dünen auftauchende Beduinen gemahnen an Fata Morganas und wirken ebenso unwirklich, wie ihre Anfeuerungsrufe. Nie zuvor sind Antonio D’Ippolito die 42,195 Kilometer so lang vorgekommen…
Beim Start, morgens um 9. 45 Uhr, zeigte die Quecksilbersäule noch moderate 26 Grad an. Der 48-Jährige war bester Dinge und bereit, Großes zu leisten: „Mein Ziel war eine Zeit unter viereinhalb Stunden.“ Entsprechend flott ging er die ersten Kilometer an und musste sich schon bremsen, um nicht zu überziehen: „Die ersten 20 Kilometer war ich schnell unterwegs.“
Doch die Topografie sollt sich ändern – und mit ihr die Anforderungen an in mitteleuropäischen Gefilden kaum zu trainierende Muskelgruppen. „Als die Dünen kamen, sind manche eingegangen“, erinnert sich der einstige Bayernligakicker des FC Lauingen. So wie jener italienische Läufer, der „bei Kilometer 36 umgekippt ist.“ Ein Umstand, der den gebürtigen Italiener D’Ippolito ein besseres Ergebnis kostete, denn, wie es innerhalb der internationalen Laufgemeinde üblich und Pflicht ist, hatte er dem Teilnehmer so lange beizustehen, bis Hilfe eintraf.




Gleichwohl fiel auch D’Ippolito, der ansonsten als Disponent in der Leitstelle der Stadtwerke Ulm den Öffentlichen Personen-Nahverkehr am Laufen hält, mit zunehmender Strecke das Laufen schwer, zumal der letzte Streckenabschnitt bergab ging und die malträtierten Muskeln und Gelenke noch einmal forderte. Letztlich ging er erschöpft aber überglücklich als 62. von 138 Teilnehmern und zweitbester Deutscher ins Ziel – mit einer Zeit von 4.38 Stunden brutto.
„Ich habe meine Erwartungen übertroffen. Abgesehen von einem leicht verbrannten Gesicht und den Blasen war alles super.“
Dabei hatte er während des letzten Kilometer noch mit seiner Sportart gehadert: „Bevor ich ins Ziel kam habe ich mir geschworen, Du läufst nie wieder einen Marathon. Aber unter der Dusche dachte ich: Mensch, wo gibt’s den nächsten…“
Erstaunlich eingedenk der Tatsache, dass Antonio D’Ippolito ein Spätberufener ist, der erst vor sechs Jahren mit dem Laufsport angefangen hat, nachdem er von einem Arbeitskollegen angesichts seiner Fußball-gestählten Oberschenkel spaßeshalber aufgefordert worden war, einmal einen Marathonlauf zu wagen. „Erst habe ich ihn für verrückt erklärt, dann habe ich Ehrgeiz entwickelt.“ Und wenig später ist er den 1. Einstein-Marathon mitgelaufen. Seitdem ist der Ausdauersport ein ebenso fester Bestandteil seines Lebens geworden, wie die ständige Suche nach einer neuen Herausforderung.
Eine davon war „eine kleine Radtour“ im Mai 2010, quasi auch als Vorbereitung auf den Sahara-Marathon. Damals ist D’Ippolito gemeinsam mit einem Arbeitskollegen in zehn Tagen via Fahrrad von Ulm bis nach Apulien gestrampelt: Doch die 1935 Kilometer bis Santa Maria di Leuca waren noch nicht genug. Kurz darauf radelte der Läufer aufs Stilfser Joch.
Allein, den Blick fürs Wesentliche hat nicht die Bergsicht, sondern der Wüstentrip geschärft, zumal er sich nicht allein auf das Sportliche beschränkte und auch einen humanitären Hintergrund hatte. Im Mittelpunkt der Projektförderung der Uno-Flüchtlingshilfe rund um den Sahara-Marathon stand der Wiederaufbau der stark beschädigten Grundschule „Castella La Mancha“ in der Flüchtlingsortschaft Smara. Die Unterstützung gilt jenen Menschen, die nahezu unbemerkt von der Weltöffentlichkeit seit 35 Jahren im kargen Südwesten Algeriens eine provisorische Heimat fanden, nachdem sie aus ihrer angestammten, dem einstigen Spanisch Sahara, vertrieben worden waren. Rund 170 000 Saharaui leben dort heute unter äußerst schwierigen Bedingungen. „Wer das gesehen hat, weiß, wie gut es uns eigentlich geht“, sagt D’Ippolito, der wie alle anderen Teilnehmer bei Gastfamilien in einfachen Lehmhäusern untergebracht war.
Umso beeindruckter war er von deren Gastfreundschaft, die ihm trotz der Armut zuteil wurde. Obwohl sie von den Organisatoren nur acht Euro pro Tag für die Aufnahme und Verköstigung der Sportler erhalten haben, fehlte es an nichts: „Wir sind gut bekocht worden“, erinnert er sich an die überbordende Freundlichkeit der Einheimischen: „Zuerst kommt der Gast, dann kommt lange nichts, erst ganz am Schluss kommen sie selbst.“
Umso mehr freute er sich, den Menschen etwas zurückgeben zu können. Neben den 150 Euro für das Uno-Flüchtlingsprojekt von jedem Teilnehmer, verteilte der Ulmer Medikamente und Schulsachen, die er zuvor bei Sponsoren eingesammelt hatte. Für die TQU GROUP war es keine Frage, dieses Projekt zu unterstützen, zumal Bildung im Beratungsunternehmen mit eigener Akademie eine tragende Rolle einnimmt. Ergo wurde der Benefizläufer mit allen essentiellen Schulutensilien ausgestattet, was seine Wirkung nicht verfehlt hat: „Es ist kaum zu glauben, wie glücklich die Kinder schon über einen Radiergummi waren.“
Ausradiert sind indessen des Marathon-Mannes Schmerzen, der vergangenen Samstag von seiner Wüstentour zurückgekehrt ist – und prompt neue Reisepläne schmiedet. „Ich habe eine Einladung zum Wien-Marathon erhalten.“ Und weil er dafür mutmaßlich nicht einmal vier Stunden benötigt, darf es auch gern etwas Längeres sein, weshalb auf der Insel der Götter mit seinem Besuch zu rechnen ist: Auf Zypern findet heuer ein Vier-Tage-Lauf statt. Zur Vorbereitung könne er ja gegebenenfalls hin rudern…

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Bereitgestellt von Benutzer: tqu
Datum: 14.04.2011 - 21:58 Uhr
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Meldungsart: Erfolgsprojekt
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Freigabedatum: 14.04.2011

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