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Geschäftsjahr 2010: Skyguide trotz ausserordentlicher Ereignisse auf Kurs

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Geschäftsjahr 2010: Skyguide trotz ausserordentlicher Ereignisse auf Kurs
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Genf, 13. April 2011. Das Gesamtergebnis erreichte im Jahr 2010 CHF 6,1 Mio.
(Vorjahr: CH 2,59 Mio.). Das negative Betriebsergebnis von CHF -11,69 Mio.
(Vorjahr: CHF -9,14 Mio.) bleibt dank wiederholten Sparanstrengungen im Rahmen
des Budgets. Dies trotz ausserordentlicher Ereignisse, welche die Erträge
negativ beeinflussten. Der operative Verlust geht auf die bekannte, strukturelle
Unterdeckung auf Regionalflugplätzen und in den delegierten Lufträumen zurück.
Voraussichtlich ab 2011 wird skyguide dank der veränderten rechtlichen
Rahmenbedingungen in der Lage sein, die kumulierten Defizite über die nächsten
Jahre abzubauen.

Widrige exogene Faktoren und starke Euro-Baisse
Im Jahr 2010 wirkten sich mehrere Ereignisse direkt auf die Einnahmen der
skyguide (Schweizerische AG für zivile und militärische Flugsicherung) aus: Der
Flugverkehr 2010 nahm mit +0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr nur sehr
geringfügig zu. "Gründe dafür waren der Vulkanausbruch in Island, Streikaktionen
in mehreren europäischen Ländern sowie die schlechten Wetterbedingungen Ende
Jahr ", erläutert Daniel Weder, CEO der skyguide. Zudem litt skyguide unter dem
schwachen Euro-Kurs und musste 2010 Wechselkursverluste in der Höhe von CHF 6,4
Mio. hinnehmen. Der Umsatz stieg leicht um 0,6 Prozent auf CHF 364,86 Mio.
(Vorjahr: CHF 362,55 Mio.), was ausschliesslich auf die übrigen Betriebserträge
zurückzuführen ist, so beispielsweise die Einnahmen aus der Schulung von
Mitarbeitenden von externen Flugsicherungsunternehmen und Flughäfen. Angesichts
der reduzierten Flugsicherungserträge passte skyguide ihre Kosten erneut nach
unten an und sparte im Jahr 2010 insgesamt rund CHF 10 Mio. Der Betriebsaufwand




nahm gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 1,3 Prozent zu und lag bei CHF 376,55
Mio. (Vorjahr: CHF 371,69 Mio.). Das operative Ergebnis von CHF -11,69 Mio.
bleibt negativ (Vorjahr: CHF -9,14 Mio.). Der Verlust steht nach wie vor in
Zusammenhang mit den nicht oder nicht ausreichend abgegoltenen Leistungen auf
Regionalflugplätzen und in delegierten Lufträumen, die skyguide im öffentlichen
Interesse erbringt. Das Gesamtergebnis stieg aufgrund einmaliger,
ausserordentlicher Erträge auf CHF 6,1 Mio. (Vorjahr: CH 2,59 Mio.).

Gewappnet für den europäischen Wettbewerb
Dank zweier Gesetzesänderungen wird skyguide eine Kompensation für nicht voll
gedeckte Flugsicherungsleistungen im angrenzenden Ausland und auf
Regionalflugplätzen erhalten. Ermöglicht wird dies durch die Teilrevision des
Luftfahrtgesetzes, die per 2011 in Kraft trat, sowie die Umsetzung der
Spezialfinanzierung Luftverkehr, die von den Eidgenössischen Räten verabschiedet
wurde. Guy Emmenegger, Verwaltungsratspräsident der skyguide, sagt: "Wir freuen
uns über die Unterstützung durch Bund und Politik. Dank des verbesserten
rechtlichen Rahmens wird skyguide über die nächsten Jahre die angesammelten
Defizite in der Höhe von über CHF 122 Mio. abbauen können. Dies wird unsere
Position in Europa mittelfristig stärken". Skyguide ist bereits durch die
ausgezeichnete operative Leistung und hohen Pünktlichkeitswerte, die sie im Jahr
2010 erzielte, gut aufgestellt.

Vorerst kein gemeinsames Flugsicherungszentrum
Vor dem Hintergrund der EU-Initiative für einen einheitlichen europäischen
Luftraum hatte skyguide sechs mögliche Standortszenarien analysiert. Eines
dieser Szenarien - ein gemeinsames Kontrollzentrum mit der deutschen und
französischen Flugsicherung in der Grenzregion zwischen den drei Ländern - wurde
2010 im Auftrag der Luftfahrtbehörden der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands
vertieft untersucht. Die Studie ergab, dass ein solches Zentrum zwar
operationell realisierbar, aber finanziell nicht attraktiv ist, solange nur die
beiden Zentren von Dübendorf und Genf zusammengelegt werden. Die Verlegung von
einzelnen französischen und deutschen Luftraumsektoren alleine reicht nicht aus,
um ein positives Ergebnis zu erzielen. Gestützt auf die Studienergebnisse halten
die drei Luftfahrtbehörden fest, dass die Gelegenheit für ein gemeinsames
Kontrollzentrum zur Zeit nicht gegeben ist. Die drei Flugsicherungen haben ihren
Willen bekräftigt, die Zusammenarbeit im Rahmen der Organisation FABEC
(Functional Airspace Block Europe Central) weiter voranzutreiben. Daniel Weder
erklärt: "Die Schaffung gemeinsamer Zentren ist auch in Zukunft nicht
ausgeschlossen. Skyguide bleibt weiterhin offen für Kooperationen und wird
strategische Optionen situativ prüfen".

Vernetzung von Genf und Dübendorf
Die Weiterentwicklung ihrer bestehenden Standorte wird skyguide auch 2011
beschäftigen. Nach Abschluss der Machbarkeitsstudie für ein gemeinsames
Kontrollzentrum ist ein Vergleich zwischen den sechs Standszenarien möglich. Aus
heutiger Sicht stellt die Harmonisierung und Vernetzung der beiden
Kontrollzentren in Genf und Dübendorf die vielversprechendste Option dar. Ziel
ist, eine grösstmögliche Interoperabilität zwischen den beiden Standorten zu
schaffen. Zu erwarten sind Vorteile hinsichtlich der Sicherheit, Flexibilität
und Kosteneffizienz. Skyguide wird die Umsetzungsmodalitäten dieser Option in
den nächsten Monaten vertieft prüfen.

Herausforderungen 2011
Skyguide rechnet im laufenden Jahr mit einem moderaten Verkehrswachstum von 2,5
bis 3 Prozent. Die Situation könnte sich für skyguide erschweren, wenn die Euro-
Baisse anhält. Denn 95 Prozent des Betriebsaufwands erfolgt in Schweizer
Franken, zwei Drittel der Einnahmen generiert skyguide aber in Euro. Der
Einheitstarif im Überflugbereich steigt in Euro umgerechnet deutlich an, ohne
dass skyguide reell in Schweizer Franken Mehreinnahmen generiert. Die
Möglichkeiten zur Kostensenkung sind bald ausgeschöpft. Anfang 2011 musste
skyguide die Überfluggebühren erhöhen, um einen Teil des Einnahmenausfalls
aufzufangen. Positiv zu werten ist, dass skyguide ab 2011 dank des verbesserten
rechtlichen Rahmens Bundesbeiträge für unzureichend entgoltene Leistungen
erhalten wird. Es ist davon auszugehen, dass skyguide 2010 die Talsohle
durchschritten hat und mittelfristig wieder ein ausgeglichenes Betriebsergebnis
präsentieren kann.

Der Geschäftsbericht 2010 ist im Internet verfügbar unter:
www.skyguide.ch/de/MediaRelations/Publications/
downloadables/skyguide_AR_2010_d.pdf


skyguide
swiss air navigation services ltd
media relations
CH-1215 Genf 15

Contact:
phone:     +41 22 417 40 08
e-mail:    presse(at)skyguide.ch
internet:  www.skyguide.ch



Skyguide ist verantwortlich für die Flugsicherung in der Schweiz und in einem
Teil des angrenzenden ausländischen Luftraumes. Skyguide führt täglich rund
3170 und jährlich 1,16 Millionen zivile und militärische Flugzeuge durch einen
der komplexesten und am dichtest beflogenen Lufträume Europas. Sie ist eine
nicht gewinnorientierte AG im Mehrheitsbesitz des Bundes mit Hauptsitz in Genf.
Skyguide erwirtschaftete 2010 einen Umsatz von über 365 Millionen Franken und
beschäftigt 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an 14 Standorten in der
Schweiz. Zusammen mit den Flugsicherungsorganisationen in Belgien, Deutschland,
Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden ist skyguide Mitglied der FABEC-
Initiative zur Schaffung eines gemeinsamen Luftraumblocks. Die Initiative hat
zum Ziel, das Flugsicherungssystem in Zentraleuropa effizienter zu gestalten.


Die Medienmitteilung ist auf folgendem Link als PDF abrufbar:



--- Ende der Mitteilung ---

skyguide
Postfach 1518 Zürich-Flughafen Schweiz

WKN: 1957462;ISIN: CH0019574620;

Medienmitteilung (PDF):
http://hugin.info/134388/R/1505647/440494.pdf




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Source: skyguide via Thomson Reuters ONE

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