Der Tagesspiegel: Inlandspresse/
Der Tagesspiegel Berlin meint zu Schwarz-Gelb:
(ots) - Sprache ist das Element des Politikers, der seit
alters her darauf angewiesen ist, über Erklärungen Menschen zu
gewinnen, sie im Forum der Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass
es richtig sein kann, ihm zu folgen. So wie der Politiker für sein
Handeln verantwortlich ist, ist er es auch für seine Worte, die
gesagten, die nicht gesagten. Kommunikation kann Schweigen sein, aber
das wird dann auch beredt. Anders gesagt: Sprache gehört zum Tun. Und
gerade zu Demokratien gehört das Informiertsein und das Meinunghaben.
Diese Bundesregierung darf sich nicht beschweren, dass sie die Bürger
gerade in einen politischen Unzustand führt, in eine latent
weiterwirkende Unzufriedenheit mit ihnen, bildet sie doch die
öffentliche Meinung durch aktives Nichterklären. Stattdessen beginnt
in der Gesellschaft ein demokratieschädlicher Austausch von
Ohnmachtsbekundungen.
Pressekontakt:
Der Tagesspiegel
Chef vom Dienst
Thomas Wurster
Telefon: 030-29021 14013
E-Mail: cvd(at)tagesspiegel.de
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Datum: 10.04.2011 - 18:13 Uhr
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