WAZ: Schwierige Gratwanderung
- Kommentar von Sabine Brendel
(ots) - Noch bevor das Euro-Rettungspaket verabschiedet ist,
zeigt es Wirkung. Verschuldete Euro-Länder kündigen an, noch mehr zu
sparen. Das ist gut, um das Vertrauen potenzieller Geld-Verleiher zu
stärken. Für die Menschen in den Ländern ist das bitter: Sie müssen
damit rechnen, dass der Staat Sozialausgaben weiter kappt. Portugal
mutet seinen Bürgern noch mehr Einsparungen bei öffentlichen Ausgaben
zu, um nicht auf Euro-Notkredite angewiesen zu sein. Das Land wird
als Kandidat für den Euro-Rettungsfonds gehandelt. Grund: Derzeit ist
es für Portugal sehr teuer, Geld zu borgen. Auch Spanien wird seine
Ausgaben weiter kappen. Auf diese Länder und auf Griechenland und
deren Zahlungsfähigkeit blicken Geld-Verleiher sorgenvoll. Es ist
zwar gut, dass die europäischen Länder besser mit dem Geld ihrer
Steuerzahler wirtschaften wollen und dazu das Euro-Rettungspaket
schnüren. Fraglich ist, ob das reicht, um die Finanzmärkte schnell zu
beruhigen. Noch eine Gefahr: Portugal, Spanien, aber auch Irland oder
Griechenland dürfen sich und ihre Wirtschaft nicht kaputt sparen.
Eine schwierige Gratwanderung.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.03.2011 - 20:43 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 365729
Anzahl Zeichen: 1385
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Schwierige Gratwanderung
- Kommentar von Sabine Brendel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...