WAZ: Säumige zahlen am Ende drauf. Kommentar von Stefan Schulte
(ots) - Versicherte, deren Krankenkasse einen Zusatzbeitrag
von ihnen verlangt, haben jedes Recht, sich zu ärgern. Und ein
Sonderkündigungsrecht, um die Kasse zu wechseln. Den Zusatzbeitrag
einfach nicht zu zahlen, ist jedoch schlicht unsolidarisch allen
anderen Versicherten gegenüber. Allein deshalb sind die Kassen sogar
dazu verpflichtet, das fehlende Geld einzutreiben.
Dass die DAK erst ein Jahr, nachdem sie den Zusatzbeitrag
einführen musste, richtig ernst macht, zeigt, in welchem Dilemma sich
die 13 bisher betroffenen Kassen befinden: Einerseits sind sie auf
das Geld angewiesen, andererseits wollen sie nicht noch mehr
Mitglieder verlieren. Die DAK etwa hat bereits jeden zehnten
Versicherten durch den Zusatzbeitrag verloren. Weitere Verluste
würden neue Finanzlöcher reißen, wodurch der Zusatzbeitrag weiter
steigen müsste, noch mehr Mitglieder wechselten und so ein
teuflischer Kreislauf in Gang käme.
Die säumigen Versicherten sollten wissen: Sie zahlen letztlich
drauf - die Mahngebühren und die Kosten der Pfändung. Und dass ihr
Arbeitgeber die Pfändung auf der Lohnabrechnung sehen kann, ist auch
nicht schön.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.03.2011 - 19:24 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 362931
Anzahl Zeichen: 1441
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Säumige zahlen am Ende drauf. Kommentar von Stefan Schulte"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...