WAZ: Goldgräber mit Risikoprofil
- Kommentar von Frank Meßing
(ots) - Die Städte kommen nur aus der Schuldenfalle, wenn
sie ihre Einnahmequellen vergrößern. Das geht am besten auf dem
Energiesektor mit seinen hohen Renditen. Und die Rekommunalisierung
ist in vollem Gang: Ein Stadtwerke-Verbund übernahm die Mehrheit am
Kraftwerksbetreiber Steag, andere beteiligten sich am Hammer
Kraftwerk. Nun greifen die Städte auch auf ihre Stromnetze zurück.
Wer den Ruf nach mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt mit seinen
marktbeherrschenden Strukturen ernst meint, kann die Kommunen
schlecht kritisieren, dass sie sich an dieser Goldgräber-Stimmung
beteiligen. Wenn sie denn dabei die Risiken zu bewältigen wissen: Ein
stabiles Stromnetz ist ein Wert an sich. RWE mit seinem großen
Apparat machte da bislang einen guten Job. Beim Buhlen um
Konzessionen und Verlängerungen hat sich RWE im vergangenen Jahr
Verträge für 477 000 Einwohner neu gesichert. Gerade im
ländlichen Raum halten die Gemeinden also an der Zusammenarbeit fest.
Wenn sich der Riese bei den Verhandlungen mit großen Städten bewegen
muss, kann das den Verbrauchern am Ende nur nutzen.
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Datum: 18.02.2011 - 19:19 Uhr
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