(ots) - Den «Workstyle» beschreibt das renommierte
Wissensmagazin «GDI Impuls» in seiner aktuellen Ausgabe. Denn die
Arbeit erobert sich gerade den Platz im Zentrum unseres Lebens
zurück, den sie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts verloren
hatte. Und die Freizeitgesellschaft - wird arbeitslos.
Die Grenzen, die frühere Generationen zwischen «Arbeit» und
«Leben» gezogen haben, verschwimmen. Das ist im «Age of Less» aus der
Not geboren: Der Einzelne wird viel mehr leisten müssen, um seinen
heutigen Standard zu halten. Aber es ist auch der menschlichen Natur
geschuldet: der Fähigkeit, sich dank seiner Leistung durchzusetzen.
Entscheidend, so GDI-CEO David Bosshart, «ist derzeit die Kombination
aus Not und Natur: Wenn die Menschen evolutionär überleben wollen,
müssen sie sich als tätige Wesen definieren.» Die daraus entstehende
Tätigkeitskultur werde die rein hedonistische Lifestyle-Orientierung
ablösen.
Diese Entgrenzungen zwischen den einst klar getrennten Welten von
Arbeit und Leben zeichnen mehrere Beiträge der Workstyle-Ausgabe von
«GDI Impuls» nach - etwa das Verschwimmen der Grenzen zwischen
Arbeitszeit und Freizeit, zwischen bezahlter und unbezahlter Arbeit,
zwischen Erwerbstätigkeit und Ruhestand und zwischen Innen- und
Aussenwelt von Unternehmen. Die potenzielle Allgegenwart des
Arbeitsplatzes wird, so der Kognitionswissenschaftler Norbert
Streitz, zu einer Allgegenwart der Infrastruktur führen: Alle
Technik, die wir zum Arbeiten benötigen, werde «im Hotelzimmer, in
Lounges oder Gasträumen so vorhanden sein wie heutzutage Schreibblock
und Stift».
Ein Ende der «Tonnenideologien» fordert der Schweizer Ökonom
Mathias Binswanger in einem Interview in «GDI Impuls». Insbesondere
in der Wissenschafts- und der Gesundheitsbranche werde «Output, den
die Welt nicht braucht» produziert - indem wie in kommunistischen
Planwirtschaften Wettbewerbe ohne Markt installiert würden. Ein
teurer und sinnloser Irrweg, meint Binswanger: «Wettbewerb ohne Markt
ist wie ein Kleid ohne Stoff»
Zusammenfassungen: www.gdi-impuls.ch
«GDI Impuls» ist zu beziehen beim Gottlieb Duttweiler Institut
(GDI).
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