(ots) - EBITDA mit EUR 385,8 Mio. auf neuem Höchstwert /
EBITDA-Rendite steigt auf 18,6 Prozent / Umsatz legt um 10,0 Prozent
zu / Weiterhin krÀftiges Umsatzwachstum und Ergebnisverdopplung im
digitalen GeschÀft / Einbeziehung der neuen Gesellschaften des Joint
Ventures Ringier Axel Springer Media stÀrkt internationale Position /
Vorstand bestĂ€tigt erwartetes Rekordergebnis fĂŒr Gesamtjahr
Axel Springer ist nach einem erfolgreichen dritten Quartal auf der
Zielgeraden, um die zuletzt im Juli 2010 angehobenen Rekord-Ziele fĂŒr
das Gesamtjahr zu erreichen. Der Konzern setzte den positiven
GeschÀftsverlauf des ersten Halbjahres trotz einer nach der
FuĂball-WM erwartungsgemÀà leichten AbschwĂ€chung der Werbekonjunktur
fort. Sowohl organisches Wachstum als auch die Konsolidierung neuer
Gesellschaften trugen zu einem deutlichen Umsatzanstieg um 10,0
Prozent in den ersten neun Monaten bei. Das EBITDA erreichte mit EUR
385,8 Mio. einen fĂŒr den Neunmonatszeitraum neuen Höchstwert. Im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum verbesserten alle operativen Segmente
ihre ProfitabilitÀt. Die antizyklischen Investitionen in die Marken
zahlten sich hier ebenso aus wie WachstumsbeitrÀge der digitalen und
internationalen AktivitĂ€ten. DarĂŒber hinaus profitierte Axel Springer
von anhaltender Kostendisziplin und positiven Ertragseffekten aus
Portfoliobereinigungen.
Der Vorstand bestÀtigt die Erwartung, im Gesamtjahr einen
deutlichen Umsatzanstieg und ein EBITDA in der GröĂenordnung des
Allzeithochs aus dem GeschÀftsjahr 2008 (EUR 486,2 Mio.) zu
erreichen.
In den ersten neun Monaten des GeschÀftsjahres steigerte Axel
Springer das um Sondereffekte und Kaufpreisallokationen bereinigte
Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 45,9
Prozent auf EUR 385,8 Mio. (Vj.: EUR 264,5 Mio.). Die EBITDA-Rendite
legte im gleichen Zeitraum von 14,0 Prozent auf 18,6 Prozent zu. Um
Konsolidierungseffekte bereinigt, erreichte Axel Springer in den
ersten neun Monaten 2010 ein Umsatzplus von 2,3 Prozent.
EinschlieĂlich der Konsolidierungseffekte verzeichnete Axel Springer
beim Konzernumsatz einen Zuwachs von 10,0 Prozent auf EUR 2.075,3
Mio. (Vj.: EUR 1.886,2 Mio.). Im dritten Quartal konsolidierte Axel
Springer erstmals die von Ringier eingebrachten Gesellschaften in das
Joint Venture Ringier Axel Springer Media. Das Joint Venture fĂŒr das
OsteuropageschĂ€ft trug maĂgeblich zum Umsatz- und Ergebniswachstum
des Segments Print International bei.
Der Anteil der Auslandserlöse am Gesamtumsatz erhöhte sich auf
Neunmonatssicht von 20,0 Prozent auf 26,9 Prozent. Die Auslandserlöse
legten um 48,3 Prozent auf EUR 559,2 Mio. (Vj.: EUR 377,1 Mio.) zu.
Hierzu trugen neben den erweiterten AktivitÀten in Osteuropa auch die
Akquisitionen im digitalen GeschÀft bei.
Mit einem Umsatzanstieg von 62,6 Prozent im Segment Digitale
Medien und einem Plus von 19,4 Prozent im Segment Print International
konnte der Konzern rĂŒcklĂ€ufige Erlöse bei den inlĂ€ndischen
Printmedien erneut ĂŒberkompensieren.
Auf der Ertragsseite entwickelten sich alle operativen Segmente
erfreulich: Die inlÀndischen Zeitungen und Zeitschriften blieben mit
EBITDA-Renditen im Neunmonatszeitraum von mehr als 20 Prozent hoch
profitabel. Das Segment Print International erreichte nach einem
krÀftigen Umsatz- und Ertragssprung mit 13,0 Prozent die höchste
EBITDA-Rendite seit seiner Bildung Anfang 2008. Die digitalen Medien
konnten ihr EBITDA mehr als verdoppeln und die EBITDA-Rendite auf
11,1 Prozent verbessern.
Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG,
sagte: "Axel Springer ist erneut digitaler und internationaler
geworden und im deutschen PrintgeschÀft liefern unsere
reichweitenstarken Marken weiterhin hohe ErgebnisbeitrÀge.
Gleichzeitig haben unsere schnell wachsenden digitalen Medien auch
auf der Ertragsseite krÀftig zugelegt. Insgesamt hat Axel Springer
bereits nach neun Monaten einige der Ziele ĂŒbertroffen, die wir uns
zum Jahresbeginn fĂŒr das Gesamtjahr 2010 gesteckt hatten. Wir sind
daher zuversichtlich, dass wir das im Juli angehobene Ergebnisziel in
der GröĂenordnung unseres Rekordergebnisses aus dem Jahr 2008
erreichen können."
Deutlicher Anstieg der Werbeerlöse - Bereinigter KonzernĂŒberschuss
legt um 85,3 Prozent zu
Axel Springer steigerte die Werbeerlöse in den ersten neun Monaten
um 21,4 Prozent auf EUR 965,9 Mio. (Vj.: EUR 795,4 Mio.). Hierzu trug
vor allem das deutliche Erlöswachstum der digitalen Medien bei. Die
Vertriebserlöse gingen angesichts marktĂŒblich rĂŒcklĂ€ufiger Auflagen
bei den Printmedien um 2,0 Prozent auf EUR 867,0 Mio. (Vj.: EUR 884,5
Mio.) zurĂŒck.
Der KonzernĂŒberschuss belief sich im Berichtszeitraum auf EUR
257,6 Mio. (Vj.: EUR 317,0 Mio.). Sowohl der aktuelle als auch der
Vorjahreswert enthielten diverse nicht-operative Effekte,
insbesondere Ergebnisse aus der VerĂ€uĂerung von Beteiligungen, die im
Vorjahr deutlich höher ausfielen als im laufenden GeschÀftsjahr.
Bereinigt um wesentliche nicht-operative Effekte stieg der
KonzernĂŒberschuss um 85,3 Prozent auf EUR 241,0 Mio. (Vj.: EUR 130,1
Mio.). Das Ergebnis je Aktie erreichte in den ersten Monaten EUR 8,12
(Vj.: EUR 10,47), das bereinigte Ergebnis je Aktie lag mit EUR 7,43
deutlich ĂŒber dem Vorjahreswert von EUR 4,02.
Segmente: Ergebnisverbesserungen in allen operativen Segmenten
Das Segment Zeitungen National blieb mit einer EBITDA-Rendite von
26,3 Prozent hochprofitabel. Der Segmentumsatz ging um 1,9 Prozent
auf EUR 874,3 Mio. (Vj.: EUR 891,0 Mio.) zurĂŒck. MaĂgeblich waren
hier geringere Vertriebserlöse, die sich um 2,6 Prozent auf EUR 463,0
Mio. (Vj.: EUR 475,2 Mio.) verminderten. Die Werbeerlöse lagen mit
EUR 389,5 Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres (EUR 394,7 Mio.)
und spiegelten eine im dritten Quartal nach der FuĂball-WM
erwartungsgemÀà nachlassende Dynamik im Print-Anzeigenmarkt wider.
Trotz des moderaten UmsatzrĂŒckgangs lag das EBITDA um 12,0 Prozent
ĂŒber dem Vorjahr und legte auf EUR 230,3 Mio. (Vj.: EUR 205,6 Mio.)
zu.
Mit einer Umsatzsteigerung um 62,2 Prozent und einem Anteil am
Gesamtumsatz von 24,3 Prozent unterstrich das Segment Digitale Medien
seine Rolle als Wachstumsmotor des Konzerns. Zur Umsatzsteigerung von
EUR 310,1 Mio. auf EUR 504,3 Mio. trugen vor allem die Akquisitionen
StepStone und Digital Window (einschlieĂlich buy.at) bei. Neben
Konsolidierungseffeken legten bei den bestehenden AktivitÀten
insbesondere die Content-Portale und die Online-MarktplÀtze zu. Das
Segment erhöhte die Werbeerlöse um 75,6 Prozent auf EUR 388,3 Mio.
(Vj.: EUR 221,1 Mio.) und die ĂŒbrigen Erlöse um 30,3 Prozent auf EUR
116,0 Mio. (Vj.: EUR 89,0 Mio.). Das EBITDA des Segments stieg von
EUR 23,6 Mio. auf EUR 56,1 Mio. und die EBITDA-Rendite verbesserte
sich von 7,6 Prozent auf 11,1 Prozent.
Das Segment Zeitschriften National erreichte in den ersten neun
Monaten 2010 eine deutlich höhere ProfitabilitÀt als im Vorjahr. Das
EBITDA nahm um 67,7 Prozent auf EUR 78,6 Mio. (Vj.: EUR 46,9 Mio.)
zu, die EBITDA-Rendite erreichte einen Wert von 22,2 Prozent (Vj.:
12,1 Prozent). Ergebnisverbesserungen bei den Programm-, Auto-,
Computer- und Sportmedien trugen dazu ebenso bei wie die
Konzentration des Titelportfolios und die im Vorjahr umgesetzten
MaĂnahmen zur Kostenbegrenzung. Der UmsatzrĂŒckgang um 8,3 Prozent auf
EUR 354,4 Mio. (Vj.: 386,5 Mio.) ist ĂŒberwiegend auf die VerĂ€uĂerung
der Frauen- und Jugendzeitschriften sowie der Finanz- und
Wirtschaftstitel zurĂŒckzufĂŒhren. Bereinigt um Konsolidierungseffekte
lag der Segmentumsatz lediglich 2,3 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Die Vertriebserlöse der inlÀndischen Zeitschriften beliefen sich auf
EUR 241,5 Mio. (Vj.: EUR 270,3 Mio.), konsolidierungsbereinigt gingen
sie um 4,8 Prozent zurĂŒck. Die Werbeerlöse beliefen sich auf EUR 96,4
Mio. (Vj.: EUR 102,4 Mio.), konsolidierungsbereinigt erreichten sie
das Niveau des Vorjahres.
Die AktivitÀten des Segments Print International haben sich durch
die erstmalige Einbeziehung der von Ringier eingebrachten
Gesellschaften in das Joint Venture Ringier Axel Springer Media zum
1. Juli 2010 deutlich erweitert. So ist Axel Springer durch das Joint
Venture erstmals in Serbien und der Slowakei vertreten. In der
Tschechischen Republik hat sich das Titelportfolio durch die
eingebrachten AktivitĂ€ten von Ringier deutlich vergröĂert. Diese
GeschĂ€ftserweiterung trug maĂgeblich zum Anstieg des Segmentumsatzes
um 19,4 Prozent auf EUR 268,5 Mio. (Vj.: 224,9 Mio.) bei. FĂŒr den
ungarischen Markt steht die kartellrechtliche Genehmigung fĂŒr die
Einbringung in das Joint Venture noch aus. Konsolidierungsbereinigt
legten die Segmenterlöse um 5,0 Prozent zu. Im dritten Quartal schlug
sich der Effekt der Einbeziehung des Joint Ventures mit einem
Umsatzanstieg um 55,8 Prozent noch deutlicher nieder. Im
Neunmonatszeitraum stiegen die Vertriebserlöse der internationalen
Zeitungen und Zeitschriften um 16,9 Prozent auf EUR 162,5 Mio. (Vj.:
EUR 139,0 Mio.) und die Werbeerlöse um 18,7 Prozent auf EUR 91,7 Mio.
(Vj.: EUR 77,2 Mio.). Durch die Einbeziehung der von Ringier in das
Joint Venture Ringier Axel Springer Media eingebrachte
Gesellschaften, Wachstumseffekte in weiteren AuslandsmÀrkten und
positive Wirkungen der im letzten Jahr umgesetzten
KostensenkungsmaĂnahmen verbesserte sich das EBITDA erheblich von EUR
3,1 Mio. auf EUR 34,8 Mio. Die EBITDA-Rendite belief sich in den
ersten neun Monaten auf 13,0 Prozent (Vj.: 1,4 Prozent).
Das Segment Services/Holding entwickelte sich mit einem Umsatz auf
Höhe des Vorjahres (73,8 Mio.) und einem EBITDA von EUR -13,9 Mio.
(Vj.: EUR -14,7 Mio.) stabil.
Finanzlage: Höherer operativer Cashflow und Mittelzufluss aus
Aktienplatzierung
Aufgrund der positiven GeschÀftsentwicklung in den ersten neun
Monaten stieg der operative Cashflow auf EUR 243,0 Mio. (Vj.: EUR
174,0 Mio.). Der Cashflow aus InvestitionstÀtigkeit belief sich auf
EUR -129,9 Mio. (Vj.: EUR 152,1 Mio.). MittelabflĂŒsse resultierten
unter anderem aus Zahlungen im Zusammenhang mit der GrĂŒndung der
Ringier Axel Springer Media AG und aus dem Erwerb eines Anteils von
12,4 Prozent an der SeLoger.com SA, MittelzuflĂŒsse ergaben sich aus
dem Verkauf von StepStone Solutions und weiterer Beteiligungen. Der
Cashflow aus FinanzierungstÀtigkeit fiel mit EUR 183,8 Mio. (Vj.: EUR
-176,4 Mio.) deutlich positiv aus, vor allem durch ZuflĂŒsse aus der
VerĂ€uĂerung eigener Aktien in Höhe von EUR 261,4 Mio., insbesondere
der Platzierung eigener Aktien. Insgesamt erwirtschaftete Axel
Springer einen frei verfĂŒgbaren Cashflow in Höhe von EUR 204,9 Mio.
(Vj.: EUR 148,7 Mio.).
Axel Springer ist zum Ende des dritten Quartals netto schuldenfrei
und verfĂŒgt ĂŒber eine NettoliquiditĂ€t von EUR 39,0 Mio. (31.12.2009:
Nettoverschuldung von EUR 193,0 Mio.). Die Eigenkapitalquote
verbesserte sich von 40,8 Prozent zum Jahresende 2009 auf 48,8
Prozent. Axel Springer beschÀftigte in den ersten neun Monaten im
Durchschnitt 11.387 Mitarbeiter (Vj.: 10.757). Wesentlicher Grund fĂŒr
den Anstieg um 5,9 Prozent ist die Einbeziehung von StepStone und
Digital Window sowie vor allem die erstmals eingebrachten
Gesellschaften des Joint Ventures mit Ringier in Osteuropa.
Diese Presseinformation (auch in englischer Sprache), die
Konzern-Kennzahlen sowie der vollstÀndige Neunmonatsfinanzbericht
sind unter www.axelspringer.de/q3-2010 abrufbar.
Pressekontakt:
Edda Fels
Tel: + 49 (0) 30 25 91-7 76 00
edda.fels(at)axelspringer.de