(firmenpresse) - Frankfurt am Main - Der Innovationsstau in der Technologie-Branche löst sich auf, so das
Fazit von Volker Smid, Vorsitzender der Hewlett-Packard-GeschĂ€ftsfĂŒhrung, auf der
Fachkonferenz VoIP + IP Germany in Frankfurt am Main http://www.voice-ip-germany.de/.
Er sieht Chancen fĂŒr neues Wachstum: âDie meisten deutschen Unternehmen sind
gestÀrkt aus der Krise gekommen. Jetzt geht es darum, Ideen und HandlungsspielrÀume
fĂŒr neues Wachstum zu entwickeln. DarĂŒber möchten wir sprechen."
Einen beachtlichen Spielraum fĂŒr Innovationen sieht Bundesnetzagentur-PrĂ€sident
Matthias Kurth beim Zusammenwachsen von Telekommunikation und IT: âDie
Kommunikations- und Informationsbranche bietet einen beachtlichen Spielraum fĂŒr
Innovationen und befindet sich in einem stetigen Wandel. Sie hat im Mobilfunk und
Internet Millionen von ArbeitsplÀtzen geschaffen, das private Konsumverhalten, aber auch
die Wirtschaft insgesamt grundlegend verÀndert. Die innovativen Impulse beim
Zusammenwachsen der TelekommunikationsmÀrkte mit den IT-MÀrkten sind bei weitem
noch nicht erschöpft", sagte Kurth in der Frankfurter Commerzbank-Arena (siehe auch den
Jahresbericht der Bundesnetzagentur S. 70 ff)
http://www.bundesnetzagentur.de/cae/servlet/contentblob/152206/publicationFile/7881/Ja
hresbericht2009Id18409pdf.pdf.
Um das zu erreichen, mĂŒsse man sich die sehr unterschiedlichen GeschĂ€ftsprozesse in
Unternehmen sehr genau anschauen, betonte JĂŒrgen Engelhard von Aastra in seinem
Vortrag http://www.aastra-detewe.de/cps/rde/xchg/SID-0A781896-F00D6421/aastra-
detewe/hs.xsl/16067.htm. BranchenĂŒbergreifend kann man nicht sagen, dass das immer
nach dem gleichen Schema lÀuft. Beim Einsatz von Unified Communications-Lösungen
muss man daher individuell prĂŒfen, was sinnvoll ist und was nicht. Nicht jeder Mitarbeiter
benötigt alle Anwendungsmöglichkeiten, die Unified Communications heute bietet. Im
Schnitt sind es zwei bis drei Dienste, die in Firmen von jedem Mitarbeiter wirklich gebraucht
werden. Man darf deshalb den Nutzer nicht mit Applikationen ĂŒberfrachten, wenn man
eine Vereinfachung und Verbesserung der KommunikationsablÀufe erreichen will", so die
Empfehlung von Engelhard.
Die Vereinigung von Web, Festnetz, Mobilfunk, Videokonferenzen und Kollaborationstools
könne nur gelingen, wenn man mit offenen Standards arbeitet und in die bestehende
Technikwelt integriert. Engelhard verglich die Anforderungen der Offenheit mit einer
Kompaktanlage fĂŒr Musik, wie sie vor zwanzig oder dreiĂig Jahren populĂ€r war. Es gab ein
LautstÀrkeregler, ein Bassregler, ein Höhenregler und man konnte damit Plattenspieler,
Kassettendeck und Radio bedienen. Damit war man allerdings nicht flexibel genau, wenn
man ein neues GerĂ€t anschaffen wollte. Man konnte sich auch nicht dafĂŒr entscheiden,
von jeder Komponente nur das Beste zu kaufen oder nach persönlichen Vorlieben zu
nutzen. Auch bei Unified Communications wĂŒrde es nicht nur eine Lösung geben, die den
sehr unterschiedlichen Anforderungen der GeschÀftswelt gerecht werden kann, sagte
Engelhard.
Den Anbietern von Kommunikationstechnologie empfiehlt Bernhard Steimel, Sprecher der
Smart Service Initiative http://smartservice-blog.com/, die LektĂŒre des Buches von Geoffrey
Moore: âEr hat in seinem Werk âCrossing the Chasmâ
http://www.readwriteweb.com/archives/rethinking_crossing_the_chasm.php wichtige
Aspekte fĂŒr den GeschĂ€ftskundenmarkt thematisiert. Man sollte sich in die Lage der
wichtigsten Kunden versetzen und wissen, wo der Schuh wirklich drĂŒckt. Zum Beispiel: Wie
kann man die Erreichbarkeit von AuĂendienstmitarbeiter steigern, sie in
Kommunikationsprozesse besser integrieren und bei Kundenterminen mit Kundendaten
versorgen, ohne dass stĂ€ndig RĂŒckfragen im Vertriebsinnendienst stattfinden? Oder wie
kann man die hohen Roamingkosten speziell bei Auslandsreisen senken und den GerÀte-
Zoo aus Notebook, Handy, BĂŒrotelefon etc. reduzieren? Nur dann werden sich Unified
Communications-Lösungen bei kleinen, mittleren und groĂen Unternehmen durchsetzen",
so die Empfehlung von Steimel.
Weiterhin sollte man sich damit beschÀftigen, was das gesamte Produkt aus Sicht der
Zielgruppe ist - meist mehr als nur die Lösung und Dienstleistung, die man selbst anbietet.
âUnd last but not least, muss man die Partner am Markt identifizieren, mit denen man
diesen âvollstĂ€ndigenâ Service abbilden kann", erklĂ€rt der Smart Service-Sprecher. Die
gröĂte Herausforderung fĂŒr das Management heiĂe Fokussierung. Welches
Kundensegment sollte man als erstes erobern, wo schafft man den Einstieg in den
Mittelstand, um erste LeuchttĂŒrme aufzubauen?
Potenzial fĂŒr Kommunikationsnetzwerke sieht Intel-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Hannes Schwaderer in
der Industrie. âKommunikationsnetzwerke verbinden heute nicht nur Menschen
miteinander, sondern zunehmend auch technische GerÀte des alltÀglichen Gebrauchs und
natĂŒrlich Maschinen, die in der Industrie zum Einsatz kommen. Der Trend geht ganz klar
hin zu âintelligenten Maschinenâ, die sowohl untereinander, als auch mit den
Kommunikationsmedien der Anwender vernetzt sind."
Die Audioaufzeichnung des Engelhard-Vortrages kann man auf dem Ich sag mal-Blog
abrufen. http://gunnarsohn.wordpress.com/2010/11/03/was-eine-musik-kompaktanlage-mit-
unified-communications-zu-tun-hat/
Siehe auch:
Unified Communications und die Strategien gegen den GerÀte-Zoo - Unternehmen sollten
sich von Insellösungen verabschieden. http://ne-na.de/unified-communications-und-die-
strategien-gegen-den-ger-te-zoo-unternehmen-sollten-sich-von-insell-sungen-
verabschieden/
Unternehmen und das Mailbox-Pingpong.
http://gunnarsohn.wordpress.com/2010/10/08/unternehmen-und-das-mailbox-pingpong/
âRuf mich bitte zurĂŒck": Strategien gegen das Mailbox-Pingpong in deutschen
Unternehmen. http://ne-na.de/ruf-mich-bitte-zur-ck-strategien-gegen-das-mailbox-pingpong-
in-deutschen-unternehmen/