WAZ: Maßvoll liberalisieren
- Kommentar von Daniel Freudenreich
(ots) - Es klingt erst einmal bizarr, wenn ausgerechnet die
Drogenbeauftragte der Regierung nicht reflexartig ruft: Private
Sportwettenanbieter muss man auf immer und ewig verbieten. Aber in
Grunde hat Dyckmans ja Recht. Man darf nicht so tun, als gäbe es
keine Sportwetten im Internet, nur weil private Anbieter in
Deutschland verboten sind. Wer im Internet Geld setzen will, der
findet die entsprechenden Seiten. Ob die Anbieter im Ausland oder
hierzulande sitzen - dies macht die Wettenden nicht weniger süchtig.
Der Glücksspielstaatsvertrag ist in diesem Punkt weltfremd. Wo ein
Verbot nichts bringt, wäre eine maßvolle Liberalisierung besser. Zum
einen hätten die Länder eher die Möglichkeit, regulierend
einzugreifen. Hinzu könnten sie Steuern einnehmen, die die
Online-Anbieter im Ausland abführen. Dass die staatlichen Lotterien
von mehr Wettbewerb nichts halten, ist selbstredend. Dass die Länder
gerne das Glücksspielmonopol beibehalten würden, auch. Gerade auf dem
Online-Sektor muss man aber den Fakten Rechnung tragen.
Internet-Wetten lassen sich durch ein nationales Verbot nicht einfach
beseitigen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-6528
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 19.10.2010 - 19:14 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 280279
Anzahl Zeichen: 1400
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Maßvoll liberalisieren
- Kommentar von Daniel Freudenreich"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...