Ostsee-Zeitung: OSTSEE-ZEITUNG Rostock zu Sarrazin
(ots) - Der Fall Sarrazin hat die SPD in eine Situation
gebracht, in der sie nur verlieren kann. Mit dem eingeschlagenen
Rauswurf-Verfahren setzt sich die Partei dem Verdacht aus, einen
unbequemen Kritiker der Zuwanderung mundtot machen zu wollen.
Umgekehrt gilt: Hätte sie es bei einer Distanzierung belassen, müsste
sie sich den Vorwurf gefallen lassen, befremdliche Vererbungsthesen
letztlich doch zu akzeptieren. Der zweite Verlierer heißt Christian
Wulff. Der Bundespräsident hat so ziemlich alles falsch gemacht, was
er falsch machen konnte. Er hat im Konflikt der Bundesbank mit ihrem
Vorstandsmitglied Sarrazin Partei ergriffen, obwohl er den Part des
Unparteiischen in diesem Konflikt hatte. Das Bundespräsidialamt hätte
sich angesichts der verbockten Vorgeschichte besser herausgehalten.
Pressekontakt:
Ostsee-Zeitung
Thomas Pult
Telefon: +49 (0381) 365-439
thomas.pult(at)ostsee-zeitung.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.09.2010 - 19:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 256857
Anzahl Zeichen: 1028
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Es hat gedauert, bis CSU-Größen gegenüber
Christian Wulffs neuem Islam-Realismus in Deutschland Front machten.
Doch nun überholt der CSU-Chef, der eigentlich nicht als Scharfmacher
bekannt ist, selbst den grandiosen Abstammungs-Theoretiker Thil ...
Oberhalb der Tischkante wird gelächelt, unterhalb
tritt man sich vors Schienbein. Zwischen Polen und Deutschland tobt
gegenwärtig ein Streit um die jeweils nationale Gasversorgung, den
die Diplomaten nur mit Mühe unter der Decke halten können. ...
Über die Motive des Ministers darf gerätselt
werden. Sollte es der Versuch gewesen sein, die Liberalen beim DGB
wieder salonfähig zu machen, ist dieser gründlich fehlgeschlagen. Zu
tief ist der Riss nach den jahrelangen Auseinandersetzungen um ...