(ots) - Der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt gibt der
deutschen Politik Mitschuld an der schlechten Integration vieler
Migranten. "Die deutsche Integrationspolitik der Vergangenheit war
verheerend", sagte Schmidt der in Düsseldorf erscheinenden
"Rheinischen Post" (Montagausgabe). "Die konservativen Kräfte haben
jahrzehntelang das Offensichtliche negiert, nämlich dass Deutschland
ein Zuwanderungsland ist." Man glaubte, keine gezielte
Integrationspolitik zu benötigen. Das sei mitverantwortlich für die
aktuelle Situation. "Und die progressiven gesellschaftlichen Kräfte
wollten vermeiden, dass Integrationsprobleme offen diskutiert
werden", so Schmidt, der auch Präsident des Rheinisch-Westfälischen
Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) ist.
Schmidt forderte verstärkte Bildungsinvestitionen und
Sprachförderung, diese allein würden aber nicht ausreichen. "Diese
Unterrichtsangebote müssen auch wahrgenommen werden, zur Not mit
einem gewissen Zwang", so Schmidt.
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Der Politologe Thomas Meyer über Thilos Sarrazin und Integration in Deutschland" alt="Kölner Stadt-Anzeiger: "Es geht um das Versagen von Bildungseinrichtungen, nicht um Genetik"