Neue OZ: Kommentar zur Versteigerung von Kunstwerken von Lehman Brothers
(ots) - Umwertung der Werte
Jetzt wissen wir es ganz genau: Banken bezahlen sündhaft teure
Kunst wirklich aus der Portokasse. Die Gemälde von Lehman Brothers
bringen Millionen - ein Trinkgeld, verglichen mit der Mega-Pleite der
Bank. Auch Schilder und Zigarrenkisten, einst Symbole der
Finanzmacht, taugen jetzt nur noch zum Plunder für Trophäenjäger. Die
Umwertung der Werte ist perfekt.
Dazu gehören auch die symbolischen Werte. Gemälde von Kunststars
wie Lucien Freud entfalten als Teil von Konzernsammlungen ihre eigene
Aura als Spielmarken und Imagecoupons. Dass gerade die Porträts von
Freud Körper im Verfall zeigen, macht dabei gar nichts. Das Spiel mit
der Vergänglichkeit liefert hinter spiegelblanken Bankenfassaden eher
noch den zusätzlichen Kick.
Die Bilder ziehen nun weiter. Sie suchen sich neue Herren. Je nach
Kontext werden sie große Kunst oder Erkennungszeichen für Superreiche
sein. So viel Wandlungsfähigkeit ist unheimlich. Oder genial.
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Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: 0541/310 207
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Datum: 09.08.2010 - 22:00 Uhr
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