PresseKat - Onlineshopping am Arbeitsplatz: Was ist erlaubt

Onlineshopping am Arbeitsplatz: Was ist erlaubt-

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(PresseBox) - Online-Shopping ist einer der bequemsten und zeitsparendsten Wege G√ľter zu erwerben. Grund genug f√ľr viele Menschen, dem Drang zu shoppen auch auf der Arbeit nachzugeben. Doch so selbstverst√§ndlich wie das scheint, ist es nicht. Sogar Abmahnungen k√∂nnen voreiligen Arbeitnehmern drohen. Zwar liegt Onlineshopping am Arbeitsplatz in einer Grauzone, dennoch lohnt es sich die rechtlichen Hintergr√ľnde einmal genauer zu betrachten. Dr. Carsten F√∂hlisch, Rechtsexperte bei Trusted Shops, kl√§rt auf.

Ich habe während meiner Arbeitszeit von meinem Firmenrechner online etwas bestellt. Muss ich mit Konsequenzen rechnen?

Hier hat der Arbeitgeber das Weisungsrecht und kann dar√ľber entscheiden, ob das Internet und der Computer f√ľr private Zwecke genutzt werden d√ľrfen. Gibt es im Unternehmen keine klaren Regelungen zur Internetnutzung und der Arbeitnehmer durfte √ľber einen l√§ngeren Zeitraum (mindestens sechs Monate) mit stillschweigender Duldung des Arbeitgebers oder einer Person mit Leitungsfunktion privat im Internet surfen, kann es sein, dass sich ein Anspruch aus betrieblicher √úbung ergibt. Dies ist jedoch sehr einzelfallbezogen. Verst√∂√üt man gegen bestehende Regelungen des Arbeitgebers, muss der Arbeitnehmer mit einer Abmahnung rechnen. Eine K√ľndigung kann erst nach einer Abmahnung erfolgen.

Ist Online-Shopping während der Mittagspause erlaubt? Diese gehört schließlich nicht zur Arbeitszeit...

Die Ausgestaltung der Pause ist Privatsache und unterliegt nicht dem Weisungsrecht des Arbeitgebers. Aber auch hier gilt: Die private Nutzung des Internets am Arbeitsplatz ist grundsätzlich nicht erlaubt und auch die private Nutzung des Firmen-PCs muss vom Arbeitgeber genehmigt werden.

Dann gehe ich auf Nummer sicher und nutze nicht den Firmenrechner, sondern mein Smartphone mit mobilen Daten. Kann mein Arbeitgeber mich daf√ľr trotzdem abmahnen?

F√ľr den Arbeitgeber ist schwer nachvollziehbar, in welchem zeitlichen Rahmen der Arbeitnehmer sein Smartphone f√ľr pers√∂nliche Zwecke nutzt. Grunds√§tzlich werden durch die private Nutzung des Smartphones die arbeitsvertraglichen Pflichten verletzt, weshalb dazu geraten wird, diese so weit wie m√∂glich einzuschr√§nken. Der Arbeitgeber kann bei wiederholtem Fehlverhalten eine Abmahnung aussprechen, die gegebenenfalls zu einer K√ľndigung f√ľhren kann.





Darf ich mir ein privates Paket an meine Firmenanschrift liefern lassen?

Diese Entscheidung variiert von Unternehmen zu Unternehmen. Laut Gewerbeordnung hat der Arbeitgeber das Weisungsrecht und kann somit entscheiden, ob er die Zustellung privater Pakete an die Firmenadresse zulässt. Man sollte nicht vergessen, dass durch die Paketannahme Arbeitsabläufe behindert werden, die je nach Größe des Unternehmens sehr erheblich ausfallen können. Es ist ratsam, vor der Bestellung nachzufragen, ob die Zustellung eventuell auch nur im Ausnahmefall genehmigt ist.

Angenommen die Zustellung wird genehmigt, sind meine Kollegen verpflichtet, meine privaten Bestellungen anzunehmen?

Grunds√§tzlich besteht keine Pflicht, das Paket f√ľr jemand Anderen in Empfang zu nehmen.

Wird die Sendung angenommen, muss derjenige sie dem Empf√§nger selbstverst√§ndlich aush√§ndigen. Sollte der Kollege in Vorleistung gehen m√ľssen, weil es eine Bestellung per Nachnahme ist, muss die Sendung erst herausgegeben werden, wenn der Empf√§nger die Summe beglichen hat.

Die Rechtsexperten von Trusted Experts unterst√ľtzen dank ihrer √ľber 15-j√§hrigen internationalen Erfahrung und dem praktischen Wissen im E-Commerce Recht Online- H√§ndler dabei, ihre Internetpr√§senz - egal ob Onlineshop, eBay oder Amazon - rechtsicher zu gestalten. Dadurch k√∂nnen diese sich ganz ihrem Gesch√§ft widmen und Produkte abmahnsicher im Internet verkaufen. Die Grundlage daf√ľr bilden Produkte wie der kostenlose Rechtstexter, Abmahnschutzpakete, Handb√ľcher und Seminare. Weitere Informationen: http://shop.trustedshops.com/de/

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Datum: 03.11.2017 - 10:28 Uhr
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