PresseKat - Geschäftsklima im Mittelstand auf neuem Rekordstand

Geschäftsklima im Mittelstand auf neuem Rekordstand

ID: 1507581

(ots) -

- Erwartungen und insbesondere Lageurteile der Mittelständler
verbessern sich kräftig
- Großunternehmen geringfügig weniger optimistisch
- Euphorische Stimmung überzeichnet - gleichwohl gute - Konjunktur

Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen in
Deutschland steigt im Juni markant um 4,8 Zähler - das entspricht
knapp dem Zweieinhalbfachen einer üblichen Monatsveränderung - auf
jetzt 28,0 Saldenpunkte. Damit schwingt es sich im Juni zum zweiten
Mal innerhalb von nur drei Monaten in neue gesamtdeutsche
Rekordhöhen.

Die anziehende Weltkonjunktur sowie das verblasste politische
Risiko in Europa nach der Frankreichwahl lassen die
Geschäftserwartungen der Firmen um 3,4 Zähler auf 14,4 Saldenpunkte
steigen. Dieser Schub an Optimismus ist insofern erstaunlich, als der
Anker der Erwartungsbildung - die Beurteilung der Geschäftslage -
gleichzeitig einen Riesensprung um 6,2 Zähler auf das nie zuvor
erreichte Niveau von 41,8 Saldenpunkten macht. Ein wachsender Anteil
von Firmen erwartet demnach, dass sich die gegenwärtige Topsituation
noch weiter verbessern wird. Das spricht einerseits für große
Zuversicht. Andererseits wächst damit aber auch die Gefahr von
Enttäuschungen, sollte die tatsächliche Entwicklung hinter diesen
hochfliegenden Erwartungen zurückbleiben.

Die Großunternehmen präsentieren sich im Juni ebenfalls in
glänzender Stimmung. Der Vormonatszuwachs des Geschäftsklimas fällt
allerdings mit 1,6 Zählern auf 24,4 Saldenpunkte deutlich moderater
aus als im Mittelstand. Grund hierfür ist ein etwas weniger
euphorischer Blick in die Zukunft. Während die Lageurteile spürbar
anziehen (+3,6 Zähler auf 38,1 Saldenpunkte), geben die
Geschäftserwartungen der großen Firmen geringfügig nach (-0,4 Zähler
auf 11,0 Saldenpunkte). "Dieser Rückgang mag Ausdruck der




fortbestehenden Unwägbarkeiten im Verhältnis zu den USA und
Großbritannien sein", so Dr. Jörg Zeuner, Chefvolkswirt der KfW.
"Diese dürften noch geraume Zeit weiter schwelen und vor allem den
großen Exportunternehmen besondere Sorgen machen."

Der Blick in die einzelnen Wirtschaftsbereiche unterstreicht die
gute Verfassung der Konjunktur. So sprechen die deutlichen
Klimaverbesserungen beim Einzel- und Großhandel für eine fortgesetzt
lebhafte Binnennachfrage, die weiter auf den privaten Konsum setzen
kann. Mit einem äußerst selten gesehenen Vormonatszuwachs seines
Geschäftsklimas von 12,1 Zählern - auf jetzt 32,9 Saldenpunkte -
sticht der mittelständische Großhandel dabei besonders heraus. Auch
der Bauboom in Deutschland dürfte so schnell nicht enden, wie die
durchweg exzellente Stimmung der Baufirmen zeigt. Ein recht kräftiger
Klimazuwachs beim industriellen Mittelstand (+4,1 Zähler auf 25,9
Saldenpunkte) und ein eher moderater auf Seiten der Großindustrie
(+0,7 Zähler auf 25,1 Saldenpunkte) runden das positive Branchenbild
ab.

"Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist durchweg spitze,
keine Branche fällt heraus", sagt Zeuner. "Das zeigt, dass der
Aufschwung auf einem breiten Fundament ruht." Die harten monatlichen
Konjunkturindikatoren wie Industrieproduktion, Auftragseingänge und
Exporte können bislang jedoch nicht mit Topergebnissen glänzen. Grund
für diese Diskrepanz dürfte das im Winterhalbjahr trotz drohender
Destabilisierung der Eurozone bereits recht positiv bewertete
Geschäftsklima sein. Inzwischen haben sich die wirtschaftspolitischen
Risiken erheblich zurückgebildet, was die Unternehmen augenscheinlich
zu einer noch besseren Bewertung motiviert. "Alles in allem gehen wir
davon aus, dass das BIP-Quartalswachstum im Frühling in etwa so stark
gewesen sein dürfte wie im ersten Vierteljahr (+0,6 %)", so Zeuner.

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter:
www.kfw.de/mittelstandsbarometer.



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Kommunikation (KOM), Nathalie Cahn,
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Datum: 05.07.2017 - 10:26 Uhr
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