PresseKat - Das Erste / Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten / Am Sonntag, 13. November 2016, 19:20 U

Das Erste / Weltspiegel - Auslandskorrespondenten berichten / Am Sonntag, 13. November 2016, 19:20 Uhr vom SWR im Ersten

ID: 1423579

(ots) - Moderation: Ute Brucker

Geplante Themen:

USA - "Trumpeln" auf den Rechten der Indianer / "Es geht um unser
Wasser, unsere Rechte und unsere Menschenwürde", sagt der
Stammesführer der Standing Rock Sioux - und meint eine Pipeline. Die
Dakota Access Pipeline soll Rohöl von North Dakota zur Raffinerie in
Illinois transportieren. Sie verläuft unter dem Missouri River,
gefährdet also in hohem Maße das Trinkwasser, sagen Umweltschützer.
Außerdem wird Land durchkreuzt, das den Sioux heilig ist. Seit
Monaten läuft der Protest - niedergeschlagen mit Tränengas und
Gummigeschossen. Nun haben die USA einen neuen Präsidenten und dem
gehören Anteile an der Firma, die die Pipeline baut. Sandra Ratzow
(ARD-Studio Washington) hat Indianer und Umweltaktivisten gefragt,
wie eine Zukunft mit Donald Trump aussehen wird.

Mexiko: Angst an der Grenze / Sie sind vor Bandenkriegen und
Naturkatastrophen aus ihren Ländern geflohen und haben es bis an die
Grenze zwischen Mexiko und den USA geschafft. Nur warten sie in der
Nähe der Grenzstadt Tijuana auf die Chance, illegal in das Land ihrer
Träume einzureisen - Haitianer, junge Männer aus El Salvador und
Honduras, und auch viele Mexikaner. Seit dem Wahlsieg Donald Trumps
macht sich unter ihnen Unruhe breit, ob sie es noch "rechtzeitig"
schaffen, bevor - wie angekündigt - das Grenzregime durch die
künftige US-Regierung verschärft und vielleicht sogar eine stabile
Mauer gebaut wird. Während die einen auf eine baldige Chance lauern,
kommen andere desillusioniert zurück: als Illegale abgeschoben aus
den USA. Joana Jäschke (ARD-Studio Mexiko) auf einer Grenzreise.

Türkei - Geschundenes Kurdengebiet / Weitermachen oder
hinschmeißen? Diese Frage stellt sich die prokurdische HDP-Partei in
der Türkei, seit ihre Parlamentsabgeordneten festgenommen werden,




weil sie angeblich die terroristische PKK unterstützen. Ziya Pir ist
türkischer und deutscher Staatsbürger, wohnhaft in Diyarbakir. Er ist
für die HDP Abgeordneter im türkischen Parlament; und er kämpft einen
schier aussichtslosen Kampf für ein friedliches Zusammenleben in der
Türkei. In diesen Tagen fährt er in kurdische Dörfer, um mit der
Basis zu beraten, wie Politik unter "Sultan Erdogan" weitergehen
könnte. Er trifft Menschen, die vor einem Jahr die Hoffnung hatten,
dass es besser werden würde für die Kurden in der Türkei, und die nun
mit immer neuen Anfeindungen und Ausgrenzungen zu kämpfen haben.
Oliver Mayer-Rüth (ARD-Studio Istanbul) hat sich im kurdischen Gebiet
der Türkei umgesehen.

Polen: Rechtsdrall / Am 11.11. feiert Polen den Tag seiner
Unabhängigkeit. Und jedes Jahr nutzen rechte Gruppen den nationalen
Feiertag, um zu zeigen wie stark sie mittlerweile sind. Ob die
"Allpolnische Jugend" oder das "National Radikale Lager ONR":
Rechtsextreme Gruppierungen schaffen es mittlerweile leicht, Tausende
auf die Straße zu bringen, um gegen Fremde, Minderheiten und auch
gegen Europa zu demonstrieren. Nicht nur die polnische Regierung
driftet immer deutlicher nach rechts und polarisiert das Land, auch
ein Großteil der Jugend wendet sich dem Nationalen zu. Ein Bericht
von Griet von Petersdorff (ARD-Studio Warschau)

Thailand - Die Schatztaucher von Bangkok / Seine Verbindung zur
Oberwelt sind ein Plastikschlauch und ein altmodischer Taucherhelm:
Sommat Saengthong taucht seit er 15 ist. Er sucht nach Schätzen im
Chao Phraya, dem Fluss der mitten durch die Millionenstadt Bangkok
fließt. Die Schatztaucher finden Buddha-Statuen, Amulette, Münzen -
bringen aber auch mal eine Kamera zurück, die Touristen ins Wasser
gefallen ist. 30 Taucherfamilien gibt es in Bangkok, sie tasten in
der dunklen Tiefe des Flusses nach Schätzen - früher fanden sie viel,
heute weniger. Aber noch leben sie davon und zwar auf Pfahlbauten
direkt über dem Wasser. In diesen Tagen trauern sie um König
Bhumibol. Sumat hat ihn live gesehen, als er bei einer Schiffsparade
direkt an den Häusern der Taucher vorbeigefahren ist. Eine Reportage
von Philipp Abresch (ARD-Studio Singapur)

Chile - Das nette deutsche Folterdorf / Nichts soll mehr an die
grausame Geschichte dieses Ortes erinnern; an die Folterkeller, in
denen hier politische Gegnern der Militärdiktatur gequält wurden, an
die Kleinfabriken, in denen junge Menschen zur Sklavenarbeit
gezwungen wurden, an die Missbrauchsskandale. Auch der Name wurde
geändert: "Colonia Dignidad" hieß einst die berüchtigte Siedlung
sektiererischer Auslandsdeutscher in Chile. Heute nennt sich das
Areal "Villa Baviera": Bayerisches Dorf. Man könnte es für eine
Feriensiedlung halten, in der an manchen Tagen laut und ausgelassen
gefeiert wird. "Ein Skandal" sagt Adriana Bórquez, "das ist so als
würde in Ausschwitz heute Kabarett gespielt." Adriana Bórquez wurde
in den 1970er Jahren in die Colonia deportiert und gefoltert. Und
tatsächlich erinnert im "Bayerischen Dorf" vieles an die Art, wie
Deutschland mit der eigenen Geschichte in den Nachkriegsjahren
umgegangen ist. Verdrängen, leugnen, nach vorne schauen. Wer in der
Villa Baviera anders denkt, gilt auch heute noch als Außenseiter. Wie
Doris und Joachim Zeitner. Über 40 Jahre lang waren sie eingesperrt,
gepeinigt zur Sklavenarbeit gezwungen. Jetzt mussten sie 400
Kilometer weit weg ziehen. Um Abstand zu gewinnen von einem Ort, der
sie dennoch nie mehr loslässt. Eine Reportage von Ulli Neuhoff (SWR)
und Klaus Weidmann (SWR)

Redaktion: Stefan Rocker



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Datum: 11.11.2016 - 13:58 Uhr
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