(ots) - Das neue Wort für Entwicklungshilfe und
Sicherheitspolitik in Afrika heißt Migrationspartnerschaft. Über
Jahrzehnte gaben die Europäer Entwicklungsgelder nach Afrika und
halfen, den Kontinent militärisch zu stabilisieren, ohne eine echte
Gegenleistung zu erwarten. Die Anstrengungen waren vor allem von der
Hoffnung getragen, dass es eines Tages besser werde. Nun aber schlägt
Europa einen anderen Ton an. Die Furcht Europas, von
Wirtschaftsflüchtlingen überlaufen zu werden, hat zur Idee der
Migrationspartnerschaften geführt. Der Deal: Europa setzt sich
energischer und nachhaltiger für den Kontinent ein, im Gegenzug
übernehmen die Afrikaner selbst mehr Verantwortung für ein
lebenswerteres Leben auf ihrem Kontinent. Eine Mammutaufgabe, die mit
den Mitteln, die Europa bereitzustellen bereit ist, wohl kaum gelöst
werden kann. Man muss kein Pessimist sein, um zu fürchten, dass die
Bevölkerung und die Probleme auf dem schwarzen Kontinent schneller
wachsen, als dass sich Erfolge bei der wirksamen Bekämpfung von
Fluchtursachen einstellen.
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