(ots) - Anlässlich des neuen ZDF-Zweiteilers "Familie!"
sprach HÖRZU (EVT: 30.9.) mit Iris Berben (66) über Familienpolitik
und die AfD-Pläne zur Stärkung der "klassischen
Mann-Frau-Kind-Familie" sowie die Vorbehalte der Partei gegen
"Einelternfamilien". Iris Berben kritisiert scharf: "Solche
Forderungen sind absurd. Ich finde es perfide, dass alle Freiheiten,
die wir uns als Gesellschaft jahrelang erarbeitet haben, derart
eingeschränkt werden sollen. Die AfD fischt mit sehr rechtem
Gedankengut nach verunsicherten Bürgern. Deshalb müssen unsere
Politiker aufwachen und mit aller Kraft gegen jedwede Manipulationen
vorgehen."
Als Antwort auf Restriktionen und Diskriminierung plädiert Iris
Berben im HÖRZU-Interview für mehr Toleranz: "Es ist doch wunderbar,
dass wir die Freiheit haben, uns auf unterschiedliche Weisen für
Lebensformen zu entscheiden, die uns guttun - und dass das auch
toleriert wird. So sollten auch homosexuelle Männer und Frauen Kinder
adoptieren und Regenbogenfamilien gründen dürfen, denn es geht
ausschließlich um Gefühle und Geborgenheit. Unsere Gesellschaft
akzeptiert Homosexuelle in jeder Form als gleichberechtigt. Im
Umkehrschluss wachsen nicht alle Kinder, die einen Vater und eine
Mutter haben, automatisch bei geeigneten Eltern auf. Dabei hängt das
Kindeswohl immer vom Charakter ab und nicht von der sexuellen
Veranlagung."
Außerdem verrät Iris Berben, wann es eine Autobiografie von ihr
geben wird. Die Schauspielerin: "Nie! Mein Sohn und ich drehen
vielleicht noch mal irgendwas über die Siebzigerjahre - das war eine
prägende Zeit. Geistig bin ich immer noch ein Kind der Siebziger.
Unsere Generation hat die Kriegszeit hinterfragt, nachgehakt,
nachgedacht und analysiert. Umso erschreckender ist nun, dass der
Rechtspopulismus erneut aufkeimt. Wir lernen nicht aus der
Geschichte, sondern müssen sie uns immer wieder ins Gedächtnis rufen.
Die Siebziger haben mich zu einem Menschen gemacht, der bewusst lebt
und bewusst Politik leben will - und zwar nicht Stammtischpolitik,
sondern differenzierte Politik."
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