WAZ: Ohrfeige für frühere Mitarbeiter
- Kommentar von Frank Meßing zu Schlecker
(ots) - Wie eine nachträgliche Ohrfeige muss auf die 25.000
ehemaligen Schlecker-Mitarbeiter wirken, was der Insolvenzverwalter
aus dem tiefen Sumpf nach der Pleite im Jahr 2012 ans Tageslicht
befördert. Sie ärgert nicht nur, dass Anton Schlecker vor dem Gang
zum Insolvenzrichter viel Geld an die Seite geschafft hatte.
Inzwischen ist auch bekannt, dass offenbar auch Lieferanten des
einstigen Drogerieimperiums die Hände aufhielten.
Das Kartellamt wirft ihnen illegale Preisabsprachen zulasten von
Schlecker vor. Allmählich wird klar, dass die Eigentümerfamilie den
Konzern nicht nur durch krasse Managementfehler gegen die Wand fuhr.
Sie hat sich auch noch über den Tisch ziehen lassen. Den Kunden von
damals wird nun klar, warum sie bei Schlecker oft mehr für das
gleiche Produkt zahlen mussten als in Drogeriemärkten der
Wettbewerber.
Es ist gut, dass der Insolvenzverwalter diesen Schlecker-Morast
Stück für Stück trocken legt. Die vielen Tausend Arbeitsplätze bringt
die Aufklärung jedoch nicht zurück. Und auch die fortschreitende
Konzentration in der Drogeriebranche wird dadurch nicht aufgehalten.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.07.2016 - 19:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1381972
Anzahl Zeichen: 1413
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Ohrfeige für frühere Mitarbeiter
- Kommentar von Frank Meßing zu Schlecker"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...