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Nun ist es an der Zeit, die Winterpneus gegen Sommerreifen zu
tauschen. Die Experten der GTÜ Gesellschaft für Technische
Überwachung geben Tipps für Reifenkauf und Montage.
Qualität ist entscheidend
Achten Sie beim Kauf unbedingt auf Qualität, raten die
Reifenexperten der GTÜ. Darauf kommt es an: optimales Handling,
Bremsweg, Aquaplaning, Seitenführung, Rollwiderstand, Komfort,
Geräusch und Verschleiß. Dass sich Qualität auch bei Sommerpneus
auszahlt, zeigt der aktuelle GTÜ-Reifentest der Größe 225/45 R 17
(www.gtue.de/produkttests).
Auf Produktionsdatum achten
Lassen Sie sich beim Neukauf Ihrer Sommerreifen keine Ladenhüter
andrehen. Ein als neu angebotener Reifen sollte keinesfalls älter als
drei Jahre sein. Da Reifen aufgrund chemischer und physikalischer
Prozesse auch durch die bloße Lagerung altern, gilt die Regel: je
jünger desto besser. Auch der Laie erkennt das an der sogenannten
DOT-Nummer, die jeder Reifen an seiner Flanke trägt und dessen vier
letzte Ziffern das Produktionsdatum verraten. Steht hier zum Beispiel
"5015", dann bedeutet dies, dass der Reifen in der 50. Kalenderwoche
des Jahres 2015 gefertigt wurde.
Je mehr Profil desto besser
Sollen die Reifen vom letzten Sommer montiert werden, muss das
Profil ausreichen. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Profiltiefe von
mindestens 1,6 mm. Die GTÜ-Experten empfehlen jedoch aus Gründen der
Verkehrssicherheit für Sommerreifen wenigstens 3 mm.
Bessere Reifen auf die Hinterachse
Bei der Montage darauf achten, dass die Reifen mit dem besseren
Profil aus Sicherheitsgründen stets auf der Hinterachse montiert
werden. Beim Tausch von hinten nach vorne die Reifen niemals von
links nach rechts montieren. So ist gewährleistet, dass sogenannte
laufrichtungsgebundende Reifen immer auf der richtigen Seite
aufgezogen bleiben. Durch das Tauschen werden die Reifen
gleichmäßiger abgenutzt und können bei Bedarf alle vier auf einmal
durch neueste Produkte ersetzt werden.
Räder wuchten lassen
Neue Reifen werden in der Fachwerkstatt niemals ohne Auswuchten
montiert. Die GTÜ empfiehlt diese Maßnahme in regelmäßigen Abständen
auch bei gebrauchten Pneus. Denn im Laufe der Zeit können Unwuchten
entstehen, etwa beim Überfahren von Bordsteinkanten. Das macht sich
schlimmstenfalls durch ein "flatterndes" Lenkrad oder ungewohnte
Fahrzeugvibrationen insbesondere zwischen Tempo 80 und 120 bemerkbar.
Es führt aber in der Regel auch zu ungleichmäßigem Reifenabrieb und
damit einhergehend höherem Verschleiß an Reifen und Fahrwerk.
Kontrolle ist wichtig
Schauen Sie sich Ihre gebrauchten Sommerpneus vor der Montage
genau an. Sind Lauffläche und Flanken unverletzt? Unregelmäßig
abradierte Reifen deuten auf defekte Stoßdämpfer, eine falsche (aber
meist nachjustierbare) Fahrwerksgeometrie, zu niedrigen Fülldruck
oder eine Unwucht der Reifen hin.
Mit richtigem Drehmoment anziehen
Vergewissern Sie sich, dass bei der Rädermontage die Radschrauben
mit dem vom Hersteller vorgeschriebenen Drehmoment angezogen werden
(steht in der Betriebsanleitung). Dazu benötigt man neben dem
normalen Radkreuz einen Drehmomentschlüssel, der die Kontrolle des
Anzugsdrehmoments ermöglicht. Zu wenig ist da genauso schädlich wie
zu viel. In beiden Fällen können sich nämlich die Radschrauben lösen.
Bei zu stark angezogenen Radschrauben werden unter Umständen die
selbstsichernden Materialeigenschaften aus der Verbindung
Felge/Radschraube in Mitleidenschaft gezogen.
Korrekter Druck spart Sprit
Sorgen Sie unmittelbar nach der Montage für den richtigen
Reifenfülldruck (steht in der Betriebsanleitung oder im Tankdeckel
respektive im Einstieg der Fahrertür). Prüfen Sie auch den korrekten
Luftdruck des Reserverads (sofern vorhanden), damit es im Ernstfall
tatsächlich einsatzbereit ist.
Weitere Tipps und Informationen zum Thema Reifen finden Sie im
Reifenratgeber der GTÜ. Sicherheitsbewusste Autofahrer können den
Ratgeber kostenlos anfordern bei:
GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH
Stichwort: Reifenratgeber
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