WAZ: BER auf westfälische Art. Kommentar von Michael Kohlstadt zum Gekko-Kraftwerk
(ots) - Bauverzögerungen; Kostenexplosionen; Salzsäure, die
sich in Kesselleitungen frisst; dazu ein Bestechungsfall um den
insolventen Bautechnik-Konzern Imtech: Das knuffig Gekko getaufte
Großkraftwerk sollte besser Fiasko heißen. Denn Pleiten, Pech und
Pannen gaben sich in Hamm die Klinke in die Hand. Der 2,4 Milliarden
Euro teure Doppelblock ist nichts anderes als der Berliner
Skandal-Flughafen BER auf westfälische Art. Das Riesen-Kraftwerk an
der A2 taugt zudem als Beton gewordenes Symbol mangelnder Weitsicht
in der deutschen Energiepolitik. Noch vor wenigen Jahren als
Leuchtturmprojekt gefeiert, passt der 2008 begonnene Bau schon heute
nicht mehr in eine völlig veränderte energiepolitische Landschaft, in
der der grüne Strom den Ton angibt und Kohlestrom bald allenfalls
noch den Status der eisernen Reserve genießt. Bezahlen müssen diese
Fehlplanung wieder einmal die Bürger. Selbst wenn es den Stadtwerken
gelingt, die Verluste bilanziell klein zu rechnen: Gekko wird am Ende
mehr Energie rauben als produzieren.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.10.2015 - 19:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1281803
Anzahl Zeichen: 1302
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: BER auf westfälische Art. Kommentar von Michael Kohlstadt zum Gekko-Kraftwerk"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...