WAZ: Es geht um die Wurst. Kommentar von Gerd Heidecke zu Lebensmittelpreisen
(ots) - Die Sicherheit von Lebensmitteln aus Deutschland ist
sicher nicht akut dadurch gefährdet, dass die wenigen großen
Handelsketten den Erzeugern immer geringere Preise abpressen wollen.
Aus gutem Grund stehen immer noch Chinesen morgens vor der Eröffnung
bei Drogeriemärkten an, um Milchpulverpakete für den Versand in ihre
Heimat zu hamstern, wo skrupellose Firmen in der Vergangenheit
Babynahrung mit Gift gestreckt haben. Trotzdem ist die Befürchtung
von Verbraucherschützern berechtigt, dass Minimalmargen für Landwirte
und Nahrungsmittelhersteller auf Dauer die Einhaltung der hohen
Qualitätsstandards aushöhlen. Es gibt bereits Opfer des Preisdrucks
in der Produktion: die Tiere in der industrialisierten Massenhaltung,
daneben die Natur und auch die Vielfalt. Was nicht ins
durchrationalisierte Turbokonzept passt, lohnt sich nicht und wird
ausgemerzt. Doch machen wir uns nichts vor: Die Macht zum Wandel hat
nur der Verbraucher. Aber die Politik muss ihm mit besseren
Deklarierungen helfen, nachhaltig und fair produzierte Lebensmittel
zu erkennen, für die es sich lohnt, auch mal etwas tiefer in die
Tasche zu greifen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.08.2015 - 19:06 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1252806
Anzahl Zeichen: 1419
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Es geht um die Wurst. Kommentar von Gerd Heidecke zu Lebensmittelpreisen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...