WAZ: Begründetes Misstrauen. Kommentar von Ulf Meinke zu Eon und dem Atomausstieg
(ots) - Schon der Name ist gewöhnungsbedürftig: Uniper,
künftig Atomkraftwerksbetreiber. Im Zuge einer Aufspaltung will der
Energieriese Eon in wenigen Monaten die Verantwortung für die
Kernkraft abgeben. Eon-Chef Teyssen konnte noch so sehr beteuern, mit
Uniper entstehe ein starkes Unternehmen. In der Politik blieb
Misstrauen. Ist die neue Firma in der Lage, die milliardenschweren
Atom-Altlasten zu finanzieren? Ist auch für den Fall einer Insolvenz
gesichert, dass die Kosten nicht beim Steuerzahler landen? Wenn die
Pläne von Eon aufgehen, wäre die Verbindung der Konzernmutter zur
Firmentochter Uniper wohl nach fünf Jahren getrennt. Vorsorglich
machte Wirtschaftsminister Gabriel aber unlängst deutlich, dass auch
im Wirtschaftsleben Eltern für ihre Kinder haften. Es ist richtig,
die Fünf-Jahres-Regel auf den Prüfstand zu stellen. Der Atomausstieg
ist schließlich alles andere als ein kurzfristiges Projekt.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 05.08.2015 - 18:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1247035
Anzahl Zeichen: 1177
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Begründetes Misstrauen. Kommentar von Ulf Meinke zu Eon und dem Atomausstieg"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...