PresseKat - Interkulturelles Know-How / Vom spannenden Blicküber den eigenen Tellerrand (FOTO)

Interkulturelles Know-How / Vom spannenden Blicküber den eigenen Tellerrand (FOTO)

ID: 1229367

(ots) -
Japanische Kollegen, amerikanische Chefs, indische Zulieferer:
Interkulturelle Erfahrungen können bereichernd, aber auch oft
rätselhaft oder frustrierend sein. Gerade in der internationalen
Zusammenarbeit ist interkulturelles Know-how wichtig; mangelnde
interkulturelle Sensibilität führt nicht selten sogar zum Scheitern
internationaler Joint Ventures. Das Kennenlernen anderer Kulturen
lehrt die Akzeptanz und den richtigen Umgang mit der unbekannten
Kultur, bedeutet jedoch auch ein Auseinandersetzen mit den eigenen
Werten und Selbstverständlichkeiten. Ein mitunter holpriger Weg, weiß
Katarina Lerch, interkulturelle Trainerin bei den Carl Duisberg
Centren. Sie hat die häufigsten Reaktionen ihrer Seminarteilnehmer
zusammengefasst:

1) So wie die anderen das machen, ist doch unlogisch!?

Die "Logik" selbst ist ein westlicher Wert. Platon oder Sokrates
etwa haben die europäische Kultur bereits seit der Antike geprägt.
Außereuropäische Kulturen haben eine eigene Logik und andere
Problemlösungsmethoden entwickelt. Unlogisch scheint uns dies vor
allem, weil wir es mit unserem Wissen und unseren Denkmethoden nicht
so einfach nachvollziehen können.

2) In fremden Kulturen finde ich Manches ekelig!

Die Scheu vor fremden Gebräuchen ist groß. Dabei wird das Angebot,
etwas "Ekeliges" zu tun oder zu essen, in der Regel aus reiner
Gastfreundschaft gemacht. Wir essen Rind und Schwein, andere essen
Katze und Hund. Einige küssen und umarmen sich häufig, andere
vermeiden den Körperkontakt. Die Gründe dafür liegen weit in der
Geschichte zurück und hängen oft auch mit der jeweiligen Umwelt
zusammen. Keiner verlangt, dass einer etwas "Ekeliges" mag, doch
sollte dem Brauch zumindest Respekt entgegengebracht werden, nicht
Denunziation oder offensichtlicher Ekel. In jeder Kultur gibt es




sprachliche und nonverbale Methoden, etwas höflich und kulturgerecht
abzulehnen.

3) Ich kann doch einfach ein paar Dos & Dont's lernen!

Dos & Dont's geben einen ersten Einblick in die Bräuche und
Gepflogenheiten einer Kultur. Sie sind wichtig, können aber den
tieferen Blick in die Kultur und den Umgang damit nicht ersetzen.
Muss jemand länger in einer fremden Kultur leben, reichen Dos &
Dont's keinesfalls, denn irgendwann ist eine Anpassung oder
Integration erwünscht. Eine umfassende allgemeine interkulturelle
Sensibilisierung vermittelt überall anwendbare
Kommunikationsstrategien und öffnet damit die Tür für alle Kulturen.

4) Ich bin gar nicht typisch (deutsch)!

Das Wort "typisch" ist im Wort Stereotypisierung enthalten. Keiner
ist in allen Aspekten typisch. Ihr Verhalten ist eher typisch für
ihre Familie, die wiederum in eine Kultur eingebettet ist. Manche
erkennen erst wie "typisch" sie doch sind, wenn sie ihre
Herkunftskultur verlassen. Gerade dann werden deutsche Eigenschaften
auf einmal wahrgenommen. Während eines langen Lebens des Lernens
können wir alte Gebräuche und Sitten ablegen und uns neue Bräuche und
Sitten zulegen. Was wir wahrscheinlich nicht so leicht können, ist,
das abzulegen, was uns Eltern und Umwelt als "richtig und gut"
beigebracht haben, denn darauf hatten wir als Kleinkind keinen
Einfluss.

5) Ich kenne Leute aus dieser Kultur - sie sind aber gar nicht so!

Natürlich sind "die anderen" genauso wenig alle gleich wie "die
Deutschen". In jeder Kultur gibt es den Mainstream und die
Subkulturen. Meist existieren gegenläufige Tendenzen nebeneinander
sowie Abstoßungs- und Anpassungsprozesse innerhalb einer Kultur.
Vielleicht wollen die Bekannten gerade "anders" sein? Vielleicht
leben sie schon länger fern der "Heimat"? Vielleicht sind sie von
sich aus neugieriger und anpassungsfähiger?

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Pressekontakt:
Carl Duisberg Centren
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Anja Thiede
Hansaring 49-51, 50670 Köln
Tel. 0221/1626-261, Fax: 0221/1626-337
E-Mail: anja.thiede(at)cdc.de
Internet: http://www.cdc.de/index.php?id=175


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Datum: 24.06.2015 - 09:30 Uhr
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