WAZ: Aldi diktiert die Preise
- Kommentar von Frank Meßing zu Kartellverstößen
(ots) - Wenn das Toilettenpapier bei Aldi, bei Rewe und bei
Edeka einheitlich 2,75 Euro kostet, muss das kein Verstoß gegen das
Kartellrecht sein. Die Händler beäugen sich kritisch und folgen bei
der Preisgestaltung in der Regel dem Riesen Aldi. Illegal wird es
erst, wenn sich Hersteller und Händler aktiv absprechen.
Wie wir jetzt wissen, wurde davon intensiv Gebrauch gemacht. Wenn
der Produzent sicherstellen kann, dass seine Tafel Schokolade in
allen Regalen für 89 Cent angeboten wird, profitiert er davon, aber
auch der Ladenbetreiber, der eine stabile Marge hat. Die Dummen sind
wir Verbraucher, die vom Wettbewerb profitieren sollten und
stattdessen womöglich überhöhte Preise zahlen.
Dass Haribo nicht gewusst haben will, mit seinem Gebaren gegen
Kartellrecht zu verstoßen, ist naiv. Im hart umkämpften deutschen
Lebensmittelhandel sind den Akteuren offenbar alle Mittel recht. Wie
selbstverständlich teilt Aldi mit, dass man seit Jahrzehnten
Preisführer in Deutschland sei. Was nichts anderes heißt, als dass
der Discounter die Preise diktiert. Das hat mit Marktwirtschaft
nichts zu tun.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.06.2015 - 19:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1227282
Anzahl Zeichen: 1405
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Aldi diktiert die Preise
- Kommentar von Frank Meßing zu Kartellverstößen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...