WAZ: Die Spielräume werden enger. Kommentar von Michael Kohlstadt zu Signal Iduna
(ots) - Deutschlands Versicherern ergeht es wie Banken und
Sparkassen. Internet und EU-Geldpolitik nehmen einen Wirtschaftszweig
in die Zange, der lange in Gold getaucht war. Und angesichts weiter
glänzender Zahlen - Deutschlands größter Versicherer Allianz erzielte
2014 ein Rekordergebnis - klingt das Klagelied der Branche wie
Jammern auf hohem Niveau. Wie wollen die Manager eigentlich
argumentieren, wenn die Zinswende kommt? Die Tücke steckt natürlich
im Detail. Die Institute zehren noch von besserverzinsten
Alt-Anlagen. Ein Versicherer wie Signal Iduna profitiert darüber
hinaus davon, dass er überproportional in Immobilien investiert hat.
Doch die Gesamtrendite sinkt mit jedem Jahr, in dem die Zinsen unten
bleiben. Die Gestaltungsspielräume werden also enger. Der klügere
Konzern steuert nach, und zwar jetzt. Ob man die Job-Axt gleich so
tief ansetzen muss wie die in der Region verwurzelte
Versicherungsgruppe aus Dortmund? 1400 Stellen stehen auf dem Spiel -
das ist eine Hausnummer, über die freilich auch diejenigen Kunden
nachdenken sollten, die zum Online-Versicherer wechseln, um ein paar
Euro zu sparen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.06.2015 - 19:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1224046
Anzahl Zeichen: 1411
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Die Spielräume werden enger. Kommentar von Michael Kohlstadt zu Signal Iduna"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...