PresseKat - Ludwig von Mises Institut Deutschland: Eine Plattform für die gute Lehre

Ludwig von Mises Institut Deutschland: Eine Plattform für die gute Lehre

ID: 1216561

(ots) - Die Bedeutung des Ideenwettstreits, in dem sich
die besseren Ideen durchsetzen werden, betonten Institutspräsident
Prof. Thorsten Polleit und Institutsvorstand Andreas Marquart, in
ihrer Eröffnungsrede der 3. Jahreskonferenz des Ludwig von Mises
Instituts Deutschland in München. Die Veranstaltung stand dieses Jahr
unter dem Motto "Die Ethik der Freiheit". Die Website www.misesde.org
bringt es inzwischen auf 260.000 monatliche Seitenaufrufe - nach
150.000 monatlichen Seitenaufrufen im Vorjahr. "Dennoch kennen viele
Menschen die gute Lehre noch immer nicht. Wer aber damit in Berührung
komme, der ist begeistert", so Thorsten Polleit.

Die vier Vorträge der Veranstaltung stellten das
Spannungsverhältnis zwischen Staat, Ethik und Freiheit in den
Mittelpunkt. Den Anfang machte der Schweizer Professor und
Wirtschaftsanwalt David Dürr mit dem Thema die "Ethik der
Gesetzlosigkeit". Er entzauberte den Mythos der "Demokratischen
Legitimation" staatlicher Einrichtungen und Entscheidungen und nannte
es einen absoluten Skandal, dass sich der Staat mit dem "Öffentlichen
Recht" ein eigenes Recht für seine Belange geschaffen habe. Er
leitete her, dass der Staat eine "gewaltbereite, organisierte und
zynische Gang" sei, was zur "Unethik seiner Gesetzgebung" führe.

Hans-Hermann Hoppe skizzierte in seinem Referat "Der Staat - Feind
von Ethik und Freiheit" einen radikalen Entwurf einer auf dem
Eigentum beruhenden Gesellschaftsordnung ohne Staat. Konflikte werden
in einer solchen Gesellschaft durch die Anrufung einer neutralen
Instanz gelöst, wodurch Konflikte minimiert würden. Der Staat dagegen
könne Dinge wegnehmen (Steuern!) und selbst festlegen, dass dies
Recht sei. Die Demokratie hält Hoppe für einen untauglichen Versuch,
die durch die Existenz des Staates geschaffenen Konflikte aus der
Welt zu bekommen. Vielmehr gewinne dort der größte Demagoge die




Macht. Das Konzept des Minimalstaats lehnte Hoppe ab, weil dieser
erfahrungsgemäß über kurz oder lang zum Maximalstaat werde.

Prof. Martin Rhonheimer von der Päpstlichen Universität vom
Heiligen Kreuz hielt mit seinem Vortrag "Christliche Ethik der
Freiheit und Kapitalismus" ein Plädoyer für den Kapitalismus. Damit
stehe er oft genug in kirchlichen Kreisen auf einem einsamen Posten.
Das Erfolgsrezept des Kapitalismus sah er in der Möglichkeit,
privaten Reichtum in Kapital zu verwandeln und damit neuen Reichtum
zu schaffen. Den Kapitalismus charakterisierte er als eine
"Wirtschaftsform des Gebens", während der Sozialismus eine
"Wirtschaftsform des Nehmens" sei.

Im letzten Vortrag befasste sich der Präsident des Ludwig von
Mises Instituts Deutschland, Prof. Thorsten Polleit mit dem Thema
"Kapitalismus ist ethisch und freiheitlich - eine handlungslogische
Betrachtung". Der Begriff des Kapitalismus sei zu einem Kampfbegriff
geworden. Die Sprache werde hier missbraucht, um das Denken zu
verwirren. Und "verwirrtes Denken" sei eines der machtvollsten
Herrschaftsinstrumente. Polleit zeigte auf, dass auch der sogenannte
"dritte Weg" des Interventionismus letztlich in eine Zwangswirtschaft
führen muss. Der Kapitalismus sei dagegen nicht nur die
leistungsfähigste, sondern auch die einzig dauerhaft funktionierende
Wirtschaftsform.

In der anschließenden Diskussions- und Fragerunde zeigte sich vor
allem ein Dissens zwischen den Anhängern einer
Privatrechtsgesellschaft und den Vertretern einer
Minimalstaatslösung. In den wirtschaftlichen Grundfragen herrschte
aber breiter Konsens. Alle Vorträge der Konferenz werden in Kürze auf
der Website des Ludwig von Mises Instituts Deutschland
(www.misesde.org) Interessierten kostenlos zur Verfügung gestellt.



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Datum: 26.05.2015 - 13:28 Uhr
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