(ots) -
Das geistliche Oberhaupt der Tibeter sagt in der aktuellen Ausgabe
des Magazins Reader's Digest: "Ethik ist wichtiger als Religion"
Angesichts der aktuellen Krisen und Kriege in aller Welt fordert
der Dalai Lama die Gläubigen religionsübergreifend zum Einlenken auf.
"Ethik ist wichtiger als Religion", so der Buddhist. "Wir kommen
nicht als Mitglieder einer bestimmten Religion auf die Welt. Aber
Ethik ist uns angeboren." Es sei mehr denn je notwendig, Tugenden wie
Liebe, Güte und Zuneigung zu pflegen, und zwar unabhängig von der
Religionszugehörigkeit des Einzelnen. "Nach meiner Überzeugung können
Menschen zwar ohne Religion auskommen, aber nicht ohne innere Werte,
nicht ohne Ethik." In seiner Juni-Ausgabe veröffentlicht das Magazin
Reader's Digest exklusiv vorab Auszüge aus dem Buch "Der Appell des
Dalai Lama an die Welt" (erscheint am 1. Juni 2015 im Verlag
Benevento), für das der Journalist und Grimme-Preisträger Franz Alt
mit dem laut Umfragen sympathischsten Menschen der Welt gesprochen
hat.
Der Dalai Lama empfiehlt eine Rückbesinnung auf Werte wie Liebe,
Toleranz, Respekt und Gewaltlosigkeit. "Es wird erst äußeren Frieden
geben, wenn es mehr inneren Frieden gibt. Das gilt für alle aktuellen
Konflikte: in der Ukraine, im Nahen Osten, in Afghanistan, in
Nigeria", sagt seine Heiligkeit. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter
lebt seit 1959 im indischen Exil und feiert am 6. Juli seinen 80.
Geburtstag.
Der Dalai Lama, einer der wichtigsten Religionsführer der Welt,
warnt vor einer Eskalation der weltweiten Auseinandersetzungen: "Fast
überall ist auch religiöser Fundamentalismus einer der Kriegsgründe.
Wir wissen heute ganz genau, dass es einem Selbstmord gleichkäme,
wenn wir einen Atomkrieg riskieren würden. Allein das zeigt, dass wir
alle voneinander abhängig sind." Als Beispiel für eine neue
notwendige Form der Kommunikation nennt der Dalai Lama den
Ukraine-Konflikt: "Osteuropa braucht Westeuropa, und Westeuropa
braucht Osteuropa. Also: Redet miteinander. Begreift, dass wir im
Zeitalter der Globalisierung in einer Welt leben."
Als Beispiel für ein weltweites Miteinander nennt der Dalai Lama
die Umweltpolitik: "Im letzten Jahrhundert haben wir große materielle
Fortschritte erzielt. Das war insgesamt gut. Aber diese Fortschritte
sind es auch, die zur aktuellen Umweltzerstörung geführt haben." Im
21. Jahrhundert müsse man deshalb "auf allen Ebenen mehr innere Werte
lernen, pflegen und anwenden", fordert der Religionsführer und
betont: "In Europa würde ich die Grünen wählen, weil die
Umweltproblematik unsere Überlebensfrage ist."
Für weitere Informationen zu diesem Reader's Digest-Thema stehen
wir Ihnen gerne zur Verfügung. Die Juni-Ausgabe von Reader's Digest
Deutschland ist ab Dienstag, 26. Mai, an zentralen Kiosken
erhältlich.
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