WAZ: Veto erlaubt - ausnahmsweise
- Kommentar von Stefan Schulte zum Post-Streik
(ots) - Dass die Politik sich aus Tarifkonflikten
herauszuhalten hat, ist ein mal mehr und mal weniger gepflegter
Konsens. In der Regel ist jede Einmischung deplatziert und der Sache
nicht förderlich - man denke nur an die jüngste Eskalation im
politisch aufgeheizten Lokführer-Streik.
Eine der wenigen Ausnahmen von dieser Regel ist die förmlich
gehaltene, aber sehr bestimmte Ermahnung des Wirtschaftsministers an
die Post, die Grundrechte ihrer Mitarbeiter zu achten. Dass Gabriel
sich bemüßigt fühlt, den Chef des Dax-Konzerns auf eine
Selbstverständlichkeit hinzuweisen, ist ein Vorgang an sich und für
Frank Appel hochnotpeinlich.
Gabriel darf das als Bundesminister, weil der Bund immerhin ein
Fünftel des Konzerns besitzt. Wenn in einem teilstaatlichen
Unternehmen auch nur der Verdacht auf Verletzung elementarer
Arbeitnehmerrechte besteht, muss der Bund sich sogar äußern. Die
Ministeriums-Kommunikation hätte sich ihre
Nichteinmischungs-Diplomatie sparen können.
Angekommen ist der ministerliche Rüffel trotzdem. Dass Appel
selbst Einschüchterungen anordnet, ist kaum vorstellbar. Nun steht er
aber in der Pflicht, dies konzernweit zu unterbinden.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.05.2015 - 18:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1212312
Anzahl Zeichen: 1487
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Veto erlaubt - ausnahmsweise
- Kommentar von Stefan Schulte zum Post-Streik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...