PresseKat - Jedes dritte verordnete Medikament ist allein wegen der Arzneiform besonders beratungsbedürftig (FO

Jedes dritte verordnete Medikament ist allein wegen der Arzneiform besonders beratungsbedürftig (FOTO)

ID: 1203705

(ots) -
Es kommt nicht nur auf den Inhalt an: Jedes dritte verordnete
Medikament (31 Prozent) ist - unabhängig vom Wirkstoff - allein wegen
seiner Darreichungsform besonders beratungsbedürftig. Dies hat das
Deutsche Arzneiprüfungsinstitut e.V. (DAPI) mit Rezeptdaten von
Versicherten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das Jahr
2014 ermittelt. Die rund 20.000 Apotheken gaben insgesamt rund 190
Millionen Packungen allein aufgrund der Darreichungsform besonders
beratungsbedürftiger Medikamente zu Lasten der GKV ab. Nicht erfasst
wurde die Abgabe von Medikamenten ohne Rezept und an
Privatversicherte.

"Viele Medikamente sind komplizierter anzuwenden als allgemein
angenommen. Eine Tablette unzerkaut zu schlucken ist vergleichsweise
einfach. Schwieriger ist es, sich selbst Insulin zu spritzen oder mit
einem Pulverinhalator richtig zu inhalieren", sagt Dr. Andreas
Kiefer, Vorstandsvorsitzender des DAPI und Präsident der
Bundesapothekerkammer. Werden Arzneimittel falsch angewendet,
bemerken Patienten dies selbst meist nicht. Fehlanwendungen können
aber die Wirksamkeit eines Präparats verändern oder zu unerwünschten
Wirkungen führen. Kiefer: "Jeder Patient sollte in der Apotheke die
richtige Anwendung seiner Medikamente zeigen oder erklären lassen."

Den größten Anteil der beratungsintensiven Darreichungsformen
entfiel auf Darreichungsformen, die grundsätzlich nicht geteilt
werden dürfen (87 Millionen Packungen). Kiefer: "Apotheker beraten
zur Teilbarkeit, weil wir aus Studien wissen, dass Patienten rund ein
Viertel aller Tabletten vor der Einnahme teilen." Auf Platz zwei und
drei der beratungsbedürftigen Darreichungsformen folgten Medikamente
zur Injektion bzw. Infusion (29 Millionen Packungen) und Medikamente
zur Inhalation (19 Millionen Packungen). Weitere erfasste
Darreichungsformen waren Medikamente zur Anwendung am Auge, in der




Nase, in der Vagina oder im After. Apotheker erklären auch die
Zubereitung von Medikamenten wie Trockensäften oder beraten zur
korrekten Anwendung von festen Darreichungsformen, die nicht einfach
geschluckt werden können. Ein Beispiel für diese Arzneiformen sind
Buccaltabletten, die sich langsam in der Mundhöhle auflösen sollen.

Weitere Informationen unter www.abda.de



Pressekontakt:
Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, Tel. 030 40004-132, presse(at)abda.de
Dr. Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, Tel. 030 40004-134,
u.sellerberg(at)abda.de


Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  Es geht um die Wurst ? einzigartiger Currywurstführer sorgt für Gaumenfreude zwischen den Meeren Altgeräte datenlos entsorgen
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.04.2015 - 09:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1203705
Anzahl Zeichen: 2738

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Berlin



Kategorie:

Vermischtes



Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Jedes dritte verordnete Medikament ist allein wegen der Arzneiform besonders beratungsbedürftig (FOTO)"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände darreichungsformenerklaeren-1.jpg (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände darreichungsformenerklaeren-1.jpg