WAZ: Schwacher Trost für die Mitarbeiter. Kommentar von Ulf Meinke zu Karstadt
(ots) - Weniger betriebsbedingte Kündigungen, etwas mehr
Geld für die betroffenen Mitarbeiter - und doch bleiben es ziemlich
tiefe Einschnitte bei der angeschlagenen Warenhauskette Karstadt.
2400 Arbeitsplätze fallen bundesweit weg, darunter sind fast 1000
betriebsbedingte Kündigungen. Positiv ist immerhin, dass sich die
Karstadt-Geschäftsführung mit der Gewerkschaft Verdi über ein paar
kleine Verbesserungen für die Beschäftigten einigen konnte. Die
Abfindungen, die fließen sollen, dürften den Trennungsschmerz der
Beschäftigten allerdings kaum mildern. Für eine Verkäuferin, die 20
Jahre bei Karstadt gearbeitet hat, sollen es in der Regel gerade
einmal knapp 22500 Euro sein. Versteuert werden muss das Geld auch
noch. Große Sprünge sind damit nicht zu machen. Die andere Seite der
Medaille ist, dass die angeschlagene Warenhauskette finanziell gar
nicht in der Lage wäre, üppige Abfindungen auszuzahlen. Wie bitter
muss es sein, wenn die Beschäftigten nun an die Extravaganzen des
früheren Konzernchefs Middelhoff erinnert werden? Hubschrauberflüge,
kostspielige Dienstreisen mit dem Charterjet - was sind dagegen 2300
Euro, die eine von der Kündigung betroffene Karstadt-Verkäuferin aus
einem Hilfsfonds erhalten soll?
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion(at)waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 03.04.2015 - 19:04 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1195332
Anzahl Zeichen: 1523
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
WAZ: Schwacher Trost für die Mitarbeiter. Kommentar von Ulf Meinke zu Karstadt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten
Horst Seehofer (CSU) nach einem Zuzugsstopp für Muslime zielt nach
Einschätzung des früheren NRW-Integrationsminister Armin Laschet
(CDU) in die falsche Richtung. "Ein Großteil unseres
I ...
Eine Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wird es im
Ruhrgebiet nicht geben. Dies ergab eine flächendeckende Umfrage der
WAZ-Lokalredaktionen. Damit läuft der Schulversuch der rot-grünen
Minderheitsregierung an Rhein und Ruhr ins Leere.
An ...
Flacht die Erregungskurve einer gut ausbeutbaren
öffentlichen Debatte zu früh ab, darf man gewiss sein, dass einer
kommt und neues Öl ins Feuer gießt. Einer wie Horst Seehofer. Im
Gefolge der Sarrazin-Aufwallungen fällt es dem CSU-Vorsitzende ...