(ots) - Nach dem Halbfinal-Aus in Indian Wells bekommt
Tennisprofi Sabine Lisicki Ärger mit Tierschützern. Lisicki nutzte
mit anderen Tennisstars die Vorbereitung für ihr nächstes WTA-Turnier
in Florida für den Besuch im "Miami Seaquarium" und schwamm mit
Delfinen. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt sie zu jetzt
veröffentlichten Fotos: "Ich habe einen großen Knutscher vom kleinen
Bruder von Flipper bekommen." Etliche kritische Kommentare begleiten
die Fotos vom Vergnügungsausflug.
Das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hat sich an die
International Management Group (IMG) und ihren Geschäftsführer
Christian Salomon in Köln gewandt, die Lisicki betreuen. Das WDSF
weist darauf hin, dass die Delfine in den Vergnügungsparks, so auch
in Miami, unter katastrophalen Bedingungen gehalten würden. Das
Miami-Seaquarium habe mehr als 100 Todesfälle von Meeressäugern zu
verzeichnen. Bei den Delfin- und Orca-Shows würden die Tiere für rein
kommerzielle Interessen missbraucht und ohne Sonnenschutz regelrecht
in der sengenden Sonne von Miami in den kleinen Becken verbrennen.
Das WDSF fordert Lisicki in dem Schreiben an die IMG auf, sich vom
Schwimmen mit gefangen gehaltenen Delfinen zu distanzieren und sich
in ihrer sportlichen Vorbildfunktion für die Freiheit der Tiere
einzusetzen. Das Küssen von Delfinen würde für Mensch und Tier ein
Infektionsrisiko darstellen.
Die prämierten Kinofilme Die Bucht und Blackfish haben dazu
beigetragen, die Weltöffentlichkeit auf das Leiden der Delfine und
Orcas in den Shows aufmerksam zu machen. Das Miami-Seaquarium beruft
sich bei seinen Shows auf den Bildungswert seiner Veranstaltungen.
Ob Lisicki die tierische Kritik vor ihrem Auftaktmatch beim
WTA-Turnier in Miami gegen Fed-Cup-Kollegin Julia Görges am
Freitagabend erreicht, ist allerdings fraglich. Trainer Christopher
Kas knüpfte sich laut einem Bericht von Yahoo/Eurosport die
"sogenannten Experten" vor, die "fast schon Stammtischparolen" über
Lisickis Fitness absondern würden. Kas: "Erfolg fängt schon zwischen
den Turnieren bei der täglichen Arbeit an." Zum Delfinschwimmen
seines Schützlings äußerte er sich nicht.
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