Rheinische Post: Kommentar /
Schäubles Fehler, Draghis Versuchung
= Von Antje Höning
(ots) - Menschlich ist es verständlich, dass die Geduld
von Finanzminister Schäuble am Ende ist. Sein griechischer Kollege
Varoufakis hintergeht und attackiert ihn, provoziert und bricht
Zusagen. Dennoch hätte Schäuble sich nicht hinreißen lassen dürfen,
öffentlich mit dem Grexit zu drohen. Den wird seine Kanzlerin nicht
zulassen. Ein Grexit wäre das Ende der Euro-Idee und außenpolitisch
ein Desaster. Russland hat sich den Griechen schließlich schon als
alternativer Retter angedient. Daher hat Merkel die Hellas-Rettung
nun wieder zur Chefsache gemacht. Doch die Lage ist verfahren, weil
die Staaten bis Freitag keine neue Hilfe aus dem Hut zaubern können,
selbst wenn sie wollten. Die letzte Ausfahrt heißt mal wieder
Frankfurt. Wenn die Europäische Zentralbank (EZB) vorübergehend
T-Bills als Sicherheiten akzeptiert, könnte sie griechischen Banken
neue Kredite geben, die diese an ihren Staat weiterreichen. Das ist
verdeckte Staatsfinanzierung und der EZB verboten. Doch wenn
EZB-Präsident Draghi will, wird er den Weg freimachen und dies damit
begründen, der Zweck, den Euro zu retten, heilige alle Mittel. So
wirkt er immer weiter fort, der Fluch der bösen Tat, Griechenland in
den Euro aufzunehmen.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.03.2015 - 20:23 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1187534
Anzahl Zeichen: 1459
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Kategorie:
Diese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Rheinische Post: Kommentar /
Schäubles Fehler, Draghis Versuchung
= Von Antje Höning"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post
(
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
In der Debatte um Integrationsprobleme hat
Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt die Zuwanderungspolitik der
Bundesregierung kritisiert. "Ziel einer klugen Migrationspolitik muss
es sein, Zuwanderung in die sozialen Sicherungssysteme zu begrenzen ...
In den Justizvollzugsanstalten Remscheid und
Werl haben sich am Wochenende zwei Häftlinge das Leben genommen. Das
berichtet die "Rheinische Post" (Dienstagausgabe) unter Berufung auf
das NRW-Justizministerium. In Werl beging demnach ein ...
CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe hat den
Sozialdemokraten im Zusammenhang mit ihrer heutigen Präsidiumssitzung
in Stuttgart zum Bahnprojekt Stuttgart 21 eine "reine
Show-Veranstaltung" vorgeworfen. "Die Sozialdemokraten müssten ...